Foto: Noppasin Wongchum/Shutterstock
Die Europäische Union will die Aufsicht über die größten Kryptounternehmen an einem zentralen Ort bündeln.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat sich nun hinter diesen Plan gestellt.
Wenn der Vorschlag angenommen wird, stehen große Kryptounternehmen nicht länger unter nationaler Aufsicht, sondern direkt unter der Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA).
Kurz zusammengefasst
- Die EZB unterstützt den Plan, die Aufsicht über große Kryptounternehmen zentral über die europäische Behörde ESMA zu organisieren.
- Damit soll die Praxis beendet werden, dass Kryptounternehmen ihre Lizenz in dem EU-Land mit der lockersten Aufsicht beantragen.
- Vor allem kleinere EU-Länder wie Irland, Malta und Luxemburg, die derzeit viele Kryptounternehmen anziehen, stellen sich quer.
Eine Krypto-Aufsicht für ganz Europa
Der Plan der Europäischen Kommission bedeutet eine große Veränderung für den Kryptomarkt.
Derzeit unterliegen Kryptounternehmen noch der nationalen Aufsicht, wie etwa der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Deutschland.
Künftig soll die Aufsicht über die größten Akteure auf die ESMA in Paris übergehen.
Es ist die wichtigste Änderung der europäischen Kryptoregeln seit die MiCA-Gesetzgebung Ende 2024 vollständig in Kraft trat.
„Risiko für das gesamte Finanzsystem“
Laut der EZB ist ein zentraler Ansatz notwendig, da große Kryptounternehmen ein Risiko für das gesamte Finanzsystem darstellen können.
Wenn ein solches Unternehmen in Schwierigkeiten gerät, können die Folgen auf traditionelle Banken übergreifen.
Eine einzige Aufsichtsbehörde könne solche Risiken besser überwachen und schneller eingreifen.
Die EZB bezeichnet den Plan als einen „ambitionierten Schritt“ hin zu einem stabileren und stärker integrierten europäischen Markt.
Kryptounternehmen wählen Länder mit den lockersten Regeln
Dennoch ist der Plan noch nicht sicher. Die Unterstützung der EZB ist eine Empfehlung, kein Beschluss. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament müssen in den kommenden Monaten noch darüber verhandeln.
Sie befürchten, dass ihre nationalen Aufsichtsbehörden an Einfluss verlieren und dass ihr Finanzsektor, der teilweise auf der Vergabe von Lizenzen basiert, geschwächt wird.
Viele große Kryptounternehmen beantragen ihre europäische Lizenz derzeit bewusst in Mitgliedstaaten mit lockererer Aufsicht, wie Irland, Malta und Luxemburg.
Die EZB warnt jedoch, dass die ESMA deutlich mehr Personal und finanzielle Mittel benötigt, um diese neue Aufgabe bewältigen zu können. Die Bank empfiehlt daher, die Aufgaben schrittweise zu übertragen, damit der Übergang reibungslos verläuft.
Bitcoin feiert: Alle Deutschen bekommen 10 € Krypto geschenkt
Millionen europäische Anleger nutzen Bitvavo für den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Neugierig, warum? Neue Nutzer erhalten aktuell 10 € Krypto nach Wahl, um direkt loszulegen. Keine versteckten Bedingungen – einfach ausprobieren.
Registriere dich noch heute und erhalte direkt 10 € Krypto deiner Wahl. Die Kontoeröffnung ist kostenlos und dauert weniger als eine Minute.
👀 Ansehen & sichern