Lise Lise
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Amerikas größte Banken bauen gemeinsam eigenes „Kryptonetzwerk“ auf

Amerikas größte Banken bauen gemeinsam eigenes „Kryptonetzwerk“ auf

Foto: Tang Yan Song/Shutterstock

Die größten Banken der Vereinigten Staaten spüren den zunehmenden Druck durch die Kryptoindustrie. JPMorgan, Citi, Bank of America, Wells Fargo und weitere Großbanken arbeiten an einem eigenen „Kryptonetzwerk“.

Dieses Netzwerk soll ihre Antwort auf den Aufstieg von Stablecoins sein: digitale Währungen, die meist an den US-Dollar gekoppelt sind und schnelle sowie kostengünstige Zahlungen ermöglichen.

Die Banken wollen jedoch keine neue Kryptowährung wie Bitcoin schaffen. Stattdessen sollen klassische Bankguthaben in digitale Nachweise beziehungsweise Token umgewandelt werden, die über die Blockchain-Technologie in Sekundenschnelle übertragen werden können.

Damit wollen die Banken verhindern, dass Kapital in Stablecoins von Kryptounternehmen abwandert.

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Zusammengefasst

  • Große Banken, darunter JPMorgan und Citi, entwickeln ein gemeinsames Netzwerk, um Bankguthaben in Blockchain-Token umzuwandeln.
  • Ziel ist es, schnellere Zahlungen zu ermöglichen und zu verhindern, dass Kunden zu Stablecoins von Kryptounternehmen wechseln.
  • Die Banken streben einen Start in der ersten Hälfte des Jahres 2027 an.

Die größten US-Banken schaffen eigenes „Kryptonetzwerk“

Die größten Banken der Vereinigten Staaten arbeiten an einem Netzwerk, mit dem sich gewöhnliche Bankguthaben ähnlich wie Kryptowährungen bewegen lassen.

Darüber berichtet das Wall Street Journal. Das Geld verbleibt weiterhin bei den Banken, wird jedoch in Form digitaler Token verpackt und über ein Blockchain-Netzwerk übertragen – ähnlich wie bei Kryptowährungen.

Das System wird von The Clearing House betrieben, einem US-amerikanischen Zahlungsnetzwerk im Besitz großer Banken. Über dieses Netzwerk werden traditionelle Bankguthaben in die Token umgewandelt.

The Clearing House gehört unter anderem JPMorgan, Bank of America, Citigroup und Wells Fargo.

Der Aufstieg und die Bedrohung durch Stablecoins

Der Schritt der Banken ist eine strategische Reaktion auf den Aufstieg von Stablecoins. Dabei handelt es sich um an den US-Dollar gekoppelte digitale Währungen, die von Kryptounternehmen ausgegeben werden.

Die Idee dahinter ist, dass diese Bankzahlungen dieselbe Geschwindigkeit wie Zahlungen mit Stablecoins erreichen, ohne dass Kunden ihr Geld aus dem Bankensystem abziehen müssen.

Das Netzwerk soll deshalb rund um die Uhr Transaktionen ermöglichen – auch außerhalb der üblichen Banköffnungszeiten.

Die Banken befürchten, dass Kunden ihre Gelder in großem Umfang von Bankkonten auf Krypto-Wallets verlagern könnten, wenn Stablecoins weiter an Popularität gewinnen.

Da Banken diese Einlagen zur Kreditvergabe nutzen, stellt dies ein erhebliches Risiko für ihr Geschäftsmodell dar.

Zusätzlichen Druck erzeugt die mögliche Einführung des CLARITY Act. Diese US-Gesetzgebung könnte es Stablecoins erlauben, Erträge an ihre Inhaber auszuschütten, wodurch klassische Bankeinlagen an Attraktivität verlieren könnten.

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Über den Autor:
Lise

Lise Mecking ist Redakteurin bei Crypto Insiders und beschäftigt sich seit 2020 intensiv mit Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Durch zahlreiche Weiterbildungen in den Bereichen Krypto, Investments und Marktanalyse hat sie sich ein fundiertes Fachwissen über die Branche angeeignet. Sie hat bereits mehrere Bullen- und Bärenmärkte aus nächster Nähe erlebt und verfügt dadurch über ein tiefes Verständnis für die Marktzyklen sowie die Chancen und Risiken des Kryptomarktes. Dank ihres Hintergrunds im internationalen Projektmanagement verbindet sie analytisches Denken, sorgfältige Recherche und verständliche Kommunikation. So gelingt es ihr, auch komplexe Themen rund um Kryptowährungen und Blockchain-Technologie für ein breites Publikum nachvollziehbar aufzubereiten.

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