Die Besteuerung von Krypto tritt in Kolumbien in eine neue Phase. Die Regierung verschärft die Regeln für Unternehmen, die mit digitalen Münzen arbeiten und will so mehr Einblick erhalten, wie Menschen Krypto nutzen.
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Was Kolumbien an Krypto-Steuerregeln ändert
Die kolumbianische Steuerbehörde DIAN hat neue Meldepflichten für Krypto eingeführt. DIAN ist die Steuerbehörde von Kolumbien und kontrolliert alle Steuerregeln. Die neuen Regeln stehen in einem Beschluss, der im Dezember 2024 veröffentlicht wurde.
Krypto-Dienstleister müssen künftig mehr Daten weitergeben. Es geht um Parteien wie Börsen, Verwahrungsdienste und andere Plattformen, wo Menschen Krypto kaufen, verkaufen oder aufbewahren. Sie müssen Daten über Kunden und Transaktionen sammeln und an die Steuerbehörde weitergeben.
Kolumbien verwendet hierfür ein Modell der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der OECD. Diese internationale Organisation trifft Vereinbarungen über Steuern und finanzielle Transparenz. Ein wichtiges Beispiel ist das System Crypto Asset Reporting Framework (CARF). Dieses System beschreibt, welche Krypto-Daten Länder miteinander teilen können.
Welche Daten Krypto-Unternehmen melden müssen
Nach den neuen Regeln muss eine Krypto-Plattform festhalten, wer der Nutzer ist. Denk an Name, Adresse und Identifikationsnummer. Darüber hinaus müssen auch Transaktionen gespeichert werden. Beispielsweise wie viel Bitcoin oder andere Münzen jemand versendet oder empfängt und welchen Wert das in Dollar oder Euro hat.
Die Meldepflicht gilt für Nutzer, die nach den kolumbianischen Regeln als steuerpflichtig angesehen werden. Die Steuerbehörde kann diese Informationen danach mit ausländischen Steuerbehörden teilen. So kann ein Land kontrollieren, ob Einwohner ihr Kryptovermögen und Gewinne ordentlich angeben.
Im Beschluss stehen auch Regeln für die Bestimmung des Wertes von Krypto. Unternehmen müssen dabei auf den Preis schauen, der zu diesem Zeitpunkt im Markt gilt. Diesen Wert müssen sie verwenden, wenn sie Beträge in gewöhnliche Währungen wie Euro oder Dollar umrechnen. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert Bußgelder.
Weltweiter Trend zu strengeren Krypto-Steuerregeln
Kolumbien steht nicht allein. Die OECD meldet, dass Dutzende Länder an Systemen auf Basis von CARF arbeiten, darunter auch Deutschland. Der erste internationale Austausch von Krypto-Daten wird um 2027 erwartet.
Für Krypto-Anleger bedeutet dies, dass Transaktionen für Steuerbehörden sichtbarer werden, auch bei ausländischen Plattformen. In Deutschland werden die Steuerregeln für Krypto ab 2026 ebenfalls strenger, wodurch mehr Daten automatisch geteilt werden.






