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Crasht Bitcoin auf 0? Nobelpreisträger teilt überraschende Sicht

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Foto: Artit Wongpradu/Shutterstock

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Bitcoin ist mittlerweile so etabliert, dass es fast unmöglich erscheint: eine Welt, in der die Kryptowährung keinen Wert hat. Stell dir vor: Der Bitcoin-Kurs steht bei null und jeglicher Wert fehlt. Ein verrückter Gedanke – und doch taucht diese Frage bei heftigen Korrekturen oder einem Bear Market immer wieder auf: Wie realistisch ist ein Bitcoin-Crash auf null?

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Was bedeutet „Bitcoin auf null“?

Es geht hier nicht um einen starken Kursrückgang von Bitcoin oder vielleicht einen Crash von 80 Prozent. Nicht undenkbar, laut einem Finanzexperten von Bloomberg. Er warnte kürzlich vor einem Crash von Bitcoin (BTC) auf 10.000 Dollar. Das ist sehr schmerzhaft, aber „Bitcoin auf null“ geht noch einen Schritt weiter. Das bedeutet, dass das Vertrauen vollständig weg ist und es keine Käufer mehr gibt.

In diesem Szenario sieht fast niemand Bitcoin noch als wertvolles Gut oder revolutionäres Netzwerk. Im schlimmsten Fall verwandelt sich BTC von der weltgrößten Kryptowährung in ein digitales Museumsstück, mit dem niemand mehr etwas anfangen will.

Nobelpreisträger: „Bitcoin geht auf null“

Einige prominente Stimmen warnen vor einem gigantischen Bitcoin-Crash. Eine davon ist der amerikanische Ökonom und Nobelpreisträger Eugene Fama. In einer Folge des Podcasts Capitalisn’t teilt er seine Meinung zu Bitcoin – und die ist nicht gerade positiv. Er glaubt, dass die Kryptowährung innerhalb von zehn Jahren wertlos wird.

Fama argumentiert aus der klassischen Ökonomie heraus. Bitcoin erzeugt keinen Cashflow wie Aktien, ist keine Anleihe mit Zinsen und besitzt als „Geld“ seiner Meinung nach nicht die Stabilität und Eigenschaften traditioneller Währungssysteme. Aus dieser Perspektive ist es schwer, einen Wertunterbau zu begründen. Deshalb hält der Ökonom die Wahrscheinlichkeit eines „Bitcoin auf null“ für hoch.

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Kauforder für 21 Millionen Bitcoin

Sogar Bitcoin-Veteran Adam Back mischte sich einst in die „Null-Diskussion“ ein. Er platzierte vor vielen Jahren eine symbolische Kauforder für alle 21 Millionen Bitcoin auf einem lächerlich niedrigen Niveau, um zu zeigen, wie schwer ein echter Nullpreis zu erreichen ist.

Ein Cent pro BTC bedeutet bereits, dass gut 200.000 Dollar an echtem Geld bereitstehen. Eine solche Order lässt sich zurückziehen und ist keine Bodengarantie, aber sie unterstreicht: Viele Anleger glauben, dass Bitcoin durch seine Knappheit immer einen Wert behält.

Das muss passieren, damit Bitcoin wirklich auf null geht

Zwischen „es kann passieren“ und „es wird passieren“ liegt ein großer Unterschied. Analysen, die Marktdynamik und Netzwerkverhalten betrachten, kommen häufig zum gleichen Ergebnis. Bitcoin auf null ist theoretisch möglich, erfordert aber eine außergewöhnliche Kettenreaktion.

Die Kettenreaktion beginnt mit einem massiven Vertrauensverlust. Wenn der Markt kollektiv entscheidet, dass Bitcoin keinen Wert mehr hat, versiegt die Nachfrage und der Kurs bricht ein. Ein solcher Vertrauensbruch wird möglicherweise durch strengere Regulierung verstärkt, die BTC praktisch unbrauchbar macht. Zum Beispiel könnten große Volkswirtschaften gleichzeitig Mining unterbinden und Börsen ihre digitalen Türen schließen.

Dazu muss noch eine echte technische oder operative Krise kommen. Nicht irgendein kleiner Fehler, sondern etwas, das die Glaubwürdigkeit des Bitcoin-Netzwerks dauerhaft beschädigt. Und wenn Mining in diesem Szenario langfristig wegfällt, weil es nicht mehr rentabel ist, wird das Netzwerk anfälliger – was das Vertrauen weiter sinken lässt.

Warum ist Bitcoin auf null unwahrscheinlich?

Es gibt auch Argumente dafür, dass Bitcoin niemals auf null geht. Die Kryptowährung ist bereits groß und weit verbreitet. Es gibt weltweite Akzeptanz, Millionen von Nutzern und eine enorme Infrastruktur aus Unternehmen und Minern.

Zudem gibt es einen Marktmechanismus, bei dem Rückgänge oft gerade Käufer anziehen, die Bitcoin als „günstig“ betrachten. Zum Beispiel die „großen Akteure“ an der Wall Street. In einer solchen Welt ist es realistischer, dass Bitcoin bei einem schweren Crash langfristig an Wert verliert.

Die Realität ist außerdem, dass Bitcoin nicht auf null fallen muss, um sich katastrophal anzufühlen. Ein Rückgang von beispielsweise 70.000 Dollar auf 10.000 Dollar oder weniger fühlt sich für viele Anleger bereits wie das Ende an. Solche tiefen Crashes passen auch zur Vergangenheit von Bitcoin.

Aber null ist wirklich ein anderes Niveau. Das erfordert nicht nur einen Crash, sondern das vollständige Verschwinden von Überzeugung, Nutzbarkeit und Nachfrage nach Bitcoin.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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