Gino Presti Gino Presti
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Russische Kryptobörsen bilden „Schattennetzwerk“

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Foto: Lukas Heldak/Shutterstock

Ein neuer Bericht des Analyseunternehmens Elliptic wirft Fragen zur Rolle bestimmter Kryptobörsen in Russland auf.

Laut dem Untersuchungsbericht nutzen mehrere Plattformen Kryptowährungen, um internationale Sanktionen zu umgehen.

Dadurch soll ein sogenanntes „Schattennetzwerk“ entstanden sein, nachdem die russische Börse Garantex zuvor unter Sanktionen gestellt wurde.

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Fünf Kryptobörsen im Fokus

Der Bericht stellt fest, dass die Sanktionsumgehung über Krypto nicht verschwunden ist, sondern sich auf mehrere Handelsplattformen verteilt hat.

Elliptic identifiziert mindestens fünf Kryptobörsen, die laut dem Unternehmen Umrechnungen von russischen Rubeln in Kryptowährungen erleichtern und grenzüberschreitende Transaktionen ermöglichen.

Dabei handelt es sich um Bitpapa, das bereits von US-amerikanischen Behörden sanktioniert wurde, ABCeX, Exmo, Rapira und Aifory Pro.

Besonders ABCeX fällt auf: Laut Elliptic verarbeitete diese Plattform umgerechnet mehr als 9,3 Milliarden Euro an Kryptotransaktionen über diese Routen.

Ein Schema der russischen Gegenparteien von Bitpapa, einschließlich sanktionierter und von Elliptic markierter Risikoparteien. Quelle: Elliptic

Exmo gibt selbst an, den russischen Markt verlassen zu haben, aber Elliptic verweist auf eine gemeinsam genutzte Wallet-Infrastruktur.

Rapira soll in Georgien ansässig sein, aber ein Büro in Moskau unterhalten, während Aifory Pro Cash-to-Crypto-Dienste in mehreren Ländern anbietet.

Direkte Rubel-zu-Krypto-Routen

Laut der Untersuchung erleichtern diese Börsen direkte Umrechnungen von Rubeln in Krypto.

Dadurch können Kryptowährungen über die Grenze transferiert werden, ohne dass traditionelle Finanzinstitute einbezogen werden. Das erschwert die Überwachung und Blockierung von Geldströmen.

„Fiatwährungen wie Rubel können über diese Dienste in Kryptowährungen umgewandelt werden, woraufhin sie ohne Zwischenhändler über die Grenze überwiesen werden können.

Dort können sie anschließend über ausländische Kryptobörsen wieder in die lokale Währung umgetauscht werden.“ schreibt der Analyst im Bericht.

Elliptic stellt fest, dass einige Plattformen Techniken einsetzen, um Adressen zu verschleiern. Dadurch wird es schwieriger, Transaktionen bestimmten Einheiten zuzuordnen.

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Garantex als Beispiel

Die Untersuchung folgt auf die früheren Sanktionen gegen Garantex, eine russische Börse, die als wichtiger Kanal für Rubel-zu-Krypto-Transaktionen diente.

Nach dem Eingreifen gegen diese Plattform soll sich die Aktivität auf mehrere kleinere und weniger sichtbare Börsen verteilt haben.

Laut Elliptic deutet dies auf eine zusammenhängende Infrastruktur zur Sanktionsumgehung hin, bei der verschiedene Plattformen gemeinsam ein Netzwerk bilden.

Die Technologie hinter Krypto ermöglicht grenzüberschreitende Transaktionen, aber laut dem Bericht können dieselben Eigenschaften auch missbraucht werden.

Unterdessen setzt Europa auf strengere Regeln, mit sogar einem vollständigen Verbot aller Kryptotransaktionen von und nach Russland als Option.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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