Der Wettlauf gegen Quantencomputer bekommt in Frankreich eine klare Frist.
Produkte, die nicht gegen diese Art von Computern abgesichert sind, erhalten ab 2027 keine Zertifizierung mehr.
Damit erhöht Frankreich den Druck auf Behörden und Unternehmen, schnell umzusteigen. Auch für die Kryptowelt ist dies ein Warnsignal.
Daten, die heute erbeutet werden, könnten später entschlüsselt werden, sobald Quantencomputer leistungsfähig genug sind. Dadurch könnten Millionen von Bitcoins und anderen Kryptowährungen verwundbar werden. Der Umstieg ist kein Luxus mehr, sondern ein Wettlauf gegen die Zeit.
Zusammengefasst
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Die französische Cybersicherheitsbehörde ANSSI wird ab 2027 keine Sicherheitsprodukte ohne Quantenschutz mehr zertifizieren.
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Die Maßnahme soll sogenannte „Harvest now, decrypt later“-Angriffe verhindern, bei denen Daten heute gestohlen werden, um sie später zu entschlüsseln.
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Mehrere große Kryptoprojekte arbeiten bereits an der Umstellung auf quantensichere Technologien.
Frankreich erzwingt den Umstieg auf quantensichere Systeme
Frankreich zieht ab 2027 eine klare Grenze, berichtet Reuters.
Die Cybersicherheitsbehörde ANSSI wird dann keine Sicherheitsprodukte mehr zertifizieren, die gegen Quantencomputer nicht ausreichend geschützt sind.
Diese Zertifizierung ist für französische Behörden und kritische Infrastrukturen verpflichtend, wodurch die Entscheidung faktisch einer Ausmusterung älterer Systeme gleichkommt.
Der Schritt ist eine direkte Folge der wachsenden Sorge vor sogenannten „Harvest now, decrypt later“-Angriffen. Dabei sammeln Angreifer bereits heute verschlüsselte Daten in der Erwartung, diese künftig mit leistungsstarken Quantencomputern entschlüsseln zu können.
ANSSI empfiehlt Unternehmen, spätestens ab 2030 ausschließlich quantensichere Produkte zu beschaffen.
Kryptomarkt spürt den steigenden Druck bereits
Die Kryptowelt bereitet sich schon seit Längerem auf den sogenannten „Q-Day“ vor – den Tag, an dem Quantencomputer die heutige Verschlüsselung knacken können.
Besonders ECDSA, ein weit verbreitetes kryptografisches Verfahren für digitale Signaturen in Blockchains, gilt als verwundbar.
Laut dem Sicherheitsunternehmen Qperfect könnte dies eines der ersten Systeme sein, das geknackt wird. Eine Schätzung von Project Eleven geht davon aus, dass dadurch rund 7 Millionen Bitcoin gefährdet sein könnten.
Verschiedene Kryptoprojekte treffen bereits Vorbereitungen. Bitcoin, Ethereum, XRP und Solana arbeiten alle an Lösungen, um ihre Netzwerke besser gegen Quantencomputer abzusichern.
Die Bedrohung wird auch außerhalb der Kryptowelt ernst genommen. Google hat sich das Jahr 2029 als Frist für die Umstellung seiner eigenen Systeme gesetzt, während IBM das Risiko für die Mitte der 2030er-Jahre erwartet.






