Eine neue Welle von Angriffen trifft Nutzer der beliebten Coldcard-Wallet. Die Folge: Millionenwerte in Bitcoin wurden gestohlen. Während Alex Thorn, Leiter der Forschungsabteilung bei Galaxy, vor der anhaltenden Bedrohung warnt, entfacht der bekannte Bitcoin-Entwickler Peter Todd eine grundsätzliche Debatte: Ist die Selbstverwahrung von Kryptowährungen wirklich noch so sicher?
Zusammengefasst
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Alex Thorn warnt vor einer mutmaßlich vierten koordinierten Angriffswelle auf Coldcard-Wallets.
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Die Angriffe werden mit einem Fehler in der Firmware in Verbindung gebracht, durch den zu schwache Seeds erzeugt werden konnten. Der bisher bekannte Schaden beläuft sich auf mehr als 78,3 Millionen Euro.
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Peter Todd betont, dass Self-Custody nicht risikofrei ist, hält die Selbstverwahrung aber weiterhin für sicherer als die Aufbewahrung bei Drittanbietern.
Von der ersten Meldung zur vierten Angriffswelle
Die erste Angriffswelle wurde an einem Donnerstag bekannt. Heute veröffentlichte Thorn eine neue Warnung: „Wahrscheinlich läuft derzeit bereits eine vierte koordinierte Angriffswelle auf Coldcard-Wallets.“
🚨 LIKELY 4TH ORGANIZED WAVE COLDCARD ATTACK OCCURRING RIGHT NOW THERE ARE STILL SIMILAR TXS IN THE MEMPOOL WAITING TO BE CONFIRMED AND THE PREVIOUSLY-CONFIRMED TXS SIGNAL RBF OPT-IN, CHECK YOUR FUNDS AND YOU MAY BE ABLE TO RBF YOUR WAY OUT OF THIS pattern identified: blocks Show more
Hintergrund ist ein Fehler in der Coldcard-Firmware. Dadurch konnten Geräte Wallet-Seeds – die zentralen Wiederherstellungsschlüssel einer Wallet – mit zu geringer Zufälligkeit erzeugen.
Nach den bislang bekannten Zahlen wurden über alle Angriffswellen hinweg Bitcoin im Wert von mehr als 78,3 Millionen Euro gestohlen. Allein am Montag beobachtete Thorn Transaktionen von rund 709 potenziellen Opferadressen mit insgesamt 448,7 Bitcoin.
Thorn stellte fest, dass der Angriff weiterhin in vollem Gange sei und das Transaktionsmuster deutlich schneller verlaufe als üblich. Sein Rat an die Nutzer fiel daher eindeutig aus:
„Verschiebt eure Guthaben so schnell wie möglich von Coldcard-Geräten und verwendet hohe Transaktionsgebühren.“
Auch der niederländische Krypto-Experte Jan Slagter, Moderator der Radiosendung SatoshiRadio, warnt Nutzer der Coldcard-Wallet:
„Wenn ihr eine Coldcard-Wallet verwendet, solltet ihr vorsorglich handeln und eure Bitcoin an einen anderen sicheren Ort übertragen.“
Let op: er is een diefstal van #bitcoin aan de gang. Gebruik je een @COLDCARDwallet? Kom dan in actie en verplaats je bitcoin uit voorzorg naar een andere, veilige plek. In de bitcoinwereld is de hack ingeslagen als een bom. Het wordt het FTX-moment van deze cyclus genoemd.
Todd weitet die Debatte aus
Peter Todd, einer der frühen Bitcoin-Entwickler, äußerte sich ebenfalls zu den Ereignissen, die derzeit die Krypto-Community beschäftigen. Seiner Ansicht nach sei jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, so zu tun, als wäre Self-Custody völlig risikofrei oder immer einfach umzusetzen.
> It’s not a time to act as if self custody is risk less and those who promoted it as if it was easy were correct. QuadrigaCX alone was a ~$200 million USD loss, ~double the size of the cold card hack. Self custody has a much better track record than third parties. Self Show more
Time for humility and self examination. Unless you specifically warned against this specific risk and did so in a manner that would have made a reasonable person understand that they could lose all their Bitcoin by using the wallet entropy then it’s time for humility and to
An seiner zentralen Aussage hält er jedoch fest: „Self-Custody hat eine deutlich bessere Erfolgsbilanz als Drittanbieter (wie Kryptobörsen).“ Im Kern gehe es darum, zwölf Wörter aufzuschreiben und sie genauso sicher aufzubewahren wie beispielsweise eine Geburtsurkunde.
Todd räumte dennoch die Schwachstellen ein: schlecht generierte Wiederherstellungswörter, Feuer, Diebstahl oder schlichtes Pech. Dennoch bleibt Self-Custody seiner Ansicht nach „relativ einfach“, wenn Nutzer es unkompliziert halten und vernünftige Sicherheitsgewohnheiten befolgen.









