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Forscher von BitMEX Research präsentieren einen neuen Plan, um Bitcoin vor der Bedrohung durch Quantencomputer zu schützen. Ihre Idee: erst eingreifen, wenn es eindeutige Beweise für einen Angriff gibt, anstatt Guthaben im Voraus einzufrieren.
Zusammengefasst
- Der Plan ist eine Alternative zu einem Vorschlag, der ein Einfrieren von Guthaben vorsieht.
- Ein „Kanariensystem“ soll anfällige Bitcoin-Guthaben erst einfrieren, wenn konkrete Beweise für einen aktiven Quantencomputer vorliegen.
- Der Beweis stammt von einer speziellen Bitcoin-Adresse, von der niemand Geld abheben kann. Geschieht das doch, ist das das eindeutige Signal, dass ein Quantencomputer existiert.
Der Kanarienvogel im digitalen Bergwerk
Der Vorschlag von BitMEX Research funktioniert wie ein „Kanarienvogel im Bergwerk“. Früher nahmen Bergleute einen Kanarienvogel mit unter Tage. Wurde der Vogel ohnmächtig, wussten sie, dass gefährliches Gas vorhanden war und sie fliehen mussten. Dieses System funktioniert auf ähnliche Weise für Bitcoin.
Kern des Plans ist eine spezielle Bitcoin-Adresse. Diese Adresse ist so konzipiert, dass niemand den zugehörigen privaten Schlüssel besitzt. Ohne diesen Schlüssel ist es mit der aktuellen Technologie unmöglich, die Bitcoins auf dieser Adresse auszugeben.
Sollte es dennoch jemandem gelingen, Geld von dieser Adresse zu bewegen, ist das der eindeutige Beweis: Es existiert ein Quantencomputer, der die Sicherheit von Bitcoin brechen kann.
Eine Belohnung für den Entdecker
Um den Besitzer eines solchen Quantencomputers zu motivieren, sich zu melden, schlagen die Forscher einen „Kanarienfonds“ vor. Nutzer können freiwillig kleine Mengen Bitcoin an die spezielle Adresse senden. So entsteht eine Belohnung für die Partei, die den Code zuerst knackt.
Die Idee dahinter ist, dass eine renommierte Institution, etwa eine Universität oder ein großes Unternehmen, eher offen die Belohnung beansprucht, als heimlich Guthaben anderer anzugreifen.
Alternative zu einer geplanten Einfrierung
Der Vorschlag von BitMEX ist eine direkte Reaktion auf einen anderen Plan. Dieser sieht einen gestaffelten Ansatz vor: In den ersten drei Jahren wird es unmöglich gemacht, Geld an anfällige Adressen zu senden, danach folgt eine zweijährige Phase, an deren Ende alle alten, anfälligen Guthaben dauerhaft eingefroren werden.
Dieser Plan stößt jedoch in der Bitcoin-Community auf Kritik. Kritiker argumentieren, eine geplante Einfrierung widerspreche den Grundprinzipien von Bitcoin, etwa der Freiheit, das eigene Geld selbst zu verwalten. Zudem bezweifeln viele, dass leistungsfähige Quantencomputer kurzfristig eine reale Bedrohung darstellen.
Laut einer Studie von Google könnte ein Quantencomputer innerhalb von 9 Minuten eine Bitcoin-Wallet knacken.
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