Der Kryptomarkt blickt derzeit gespannt auf die USA. Sollte die amerikanische CLARITY Act nicht verabschiedet werden, könnte dies kurzfristig zu einem Rückgang der Kurse führen, warnt das Analysehaus Bernstein. Das geht aus einem aktuellen Bericht hervor, über den verschiedene Medien berichten.
Überraschenderweise könnte das Ausbleiben des Gesetzes jedoch auch dazu führen, dass die Aufsichtsbehörden schneller für klare regulatorische Vorgaben sorgen.
Zusammengefasst
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Bernstein warnt in einem gestern veröffentlichten Bericht vor einer unmittelbaren negativen Marktreaktion, falls die CLARITY Act den US-Senat nicht passiert.
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Die sinkende Wahrscheinlichkeit einer Verabschiedung hängt mit der Sommerpause des US-Senats zusammen, die Ende dieser Woche beginnt.
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Laut Bernstein könnten die US-Börsenaufsicht SEC und die Rohstoffaufsicht CFTC anschließend jedoch schneller Regelungen für Token, DeFi und vorübergehende Ausnahmeregelungen auf den Weg bringen.
US-Senat könnte Gesetz nicht rechtzeitig behandeln
Die Digital Asset Market Clarity Act, kurz CLARITY Act, soll den regulatorischen Rahmen für Kryptowährungen in den USA weiter vervollständigen. Nach Einschätzung von Bernstein sinken die Chancen auf eine Verabschiedung, da der US-Senat Ende dieser Woche in die Sommerpause geht.
Dieser Zeitplan macht die Situation besonders sensibel. Sollte der Senat das Gesetz nicht verabschieden, erwartet Bernstein eine sofortige negative Reaktion des Kryptomarktes.
Nach Ansicht des Analysehauses dürfte sich dies auch in den Bewertungen widerspiegeln. Bernstein geht davon aus, dass sowohl Bitcoin als auch der gesamte Kryptomarkt erneut unter Druck geraten könnten, falls das Gesetz scheitert.
Aufsichtsbehörden könnten anschließend schneller handeln
Auf den ersten Blick mag das widersprüchlich erscheinen, doch laut Bernstein könnte das Scheitern des Gesetzes auch positive Folgen haben. Wenn die Politik keine Entscheidung trifft, erhalten Aufsichtsbehörden wie die SEC und die CFTC mehr Spielraum, selbst regulatorisch tätig zu werden.
Sie könnten dann schneller festlegen, welche Token als Wertpapiere einzustufen sind, Regelungen für dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) ausarbeiten und eine befristete Ausnahmegenehmigung für neue Projekte einführen.
Eine solche Ausnahmeregelung könnte Innovationen fördern, indem neue Token für einen bestimmten Zeitraum vor einer strengen Anwendung des Wertpapierrechts geschützt werden.
„Project Crypto“ steht bereits als Fahrplan bereit
Dieser beschleunigte regulatorische Ansatz ist laut Bernstein keineswegs spekulativ. Mit „Project Crypto“ existiert bereits ein Konzept, das von SEC und CFTC gemeinsam entwickelt wurde. Ziel ist es, auf Grundlage der bestehenden Gesetzgebung einen praktikablen Regulierungsrahmen für den Kryptosektor zu schaffen.
Dieses Konzept könnte umgesetzt werden, falls es der Politik nicht gelingt, die CLARITY Act zu verabschieden.
Trotz der kurzfristigen Unsicherheit bleibt Bernstein für den Kryptomarkt auf mittlere Sicht optimistisch. Das Analysehaus erwartet, dass der Markt einen Boden finden und im weiteren Verlauf des Jahres – im Vorfeld der US-Zwischenwahlen – wieder an Dynamik gewinnen wird.






