Foto: Gwoeii/Shutterstock
Nordkoreanische Hacker waren im Jahr 2025 für 60 Prozent aller Krypto-Hacks verantwortlich, so ein neuer Bericht. Dabei gelang es den Angreifern, Kryptowährungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro zu stehlen. Die nordkoreanischen Hacker professionalisieren sich rasant und erwirtschaften für das Land inzwischen höhere Einnahmen als der gesamte Exportsektor.
Zusammengefasst:
- Hacker aus Nordkorea waren 2025 für 60 Prozent aller Krypto-Hacks verantwortlich und stahlen Kryptowährungen im Wert von rund 1,8 Milliarden Euro.
- Die nordkoreanische Hackergruppe „Lazarus Group“ steht im Verdacht, Teil des nordkoreanischen Regimes zu sein.
- Krypto-Hacks sind für Nordkorea äußerst lukrativ und bringen inzwischen mehr Einnahmen ein als die gesamte Exportwirtschaft.
Nordkorea stahl 2025 Kryptowährungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro
Nordkoreanische Hacker waren 2025 für 60 Prozent aller Krypto-Hacks verantwortlich, berichtet das Analyseunternehmen CertiK in einem neuen Bericht über Nordkorea. Die Hacker erbeuteten dabei Kryptowährungen im Wert von rund 1,8 Milliarden Euro.
Auch im Jahr 2026 sollen nordkoreanische Hacker bislang für 55 Prozent aller gestohlenen Kryptowährungen verantwortlich sein. Unter anderem werden sie mit dem jüngsten Mega-Hack auf KelpDAO in Höhe von 250 Millionen Euro in Verbindung gebracht.
Professionalisierung
Die Hacker professionalisieren sich schnell. Während sie früher eher opportunistisch vorgingen, setzen sie heute zunehmend auf ausgefeilte Methoden, heißt es in dem Bericht. Bei Angriffen kommen inzwischen regelmäßig eingeschleuste Insider und monatelange Social-Engineering-Kampagnen zum Einsatz.
Auch die Geschwindigkeit, mit der gestohlene Kryptowährungen verschoben werden, nimmt zu. Laut Bericht werden heute 86 Prozent der gestohlenen Kryptowährungen innerhalb eines Monats gewaschen.
Mehr Einnahmen durch Hacks als durch Exporte
Vermutlich handelt es sich um Hacker der nordkoreanischen Gruppe „Lazarus Group“. Diese Organisation steht im Verdacht, eine Cyber-Einheit der nordkoreanischen Regierung zu sein.
Das hat dem Regime enorme Einnahmen eingebracht. Seit 2016 sollen nordkoreanische Hacker laut Bericht insgesamt Kryptowährungen im Wert von 5,75 Milliarden Euro gestohlen haben – verteilt auf 263 Angriffe.
Damit bringen Krypto-Hacks dem Land inzwischen mehr Einnahmen ein als die gesamten Exporterlöse Nordkoreas. Diese werden auf jährlich zwischen 255 und 340 Millionen Euro geschätzt.
Nordkorea weist Vorwürfe zurück
Geheimdienste und Blockchain-Analyseunternehmen scheinen sich weitgehend einig zu sein, dass Nordkorea hinter den meisten Krypto-Hacks steckt. Das Land selbst weist jedoch jede Beteiligung zurück. Das nordkoreanische Außenministerium bezeichnete die Vorwürfe kürzlich als „absurde Verleumdung“.
Behörden, darunter auch die Vereinten Nationen, äußern jedoch seit Jahren die Sorge, dass Nordkorea die Einnahmen aus Krypto-Hacks zur Finanzierung seines Atomprogramms nutzt.
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