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In unruhigen Zeiten an der Börse machen viele Anleger kostspielige Fehler. Eine Expertin des Investmentforschers Morningstar warnt vor fünf Fallstricken. Wer sich von Emotionen leiten lässt, erzielt laut ihr oft schlechtere Ergebnisse als jemand mit einer einfachen, geduldigen Strategie.
Zusammengefasst
- Experten raten davon ab, in Panik alles zu verkaufen oder auf die neuesten Weltnachrichten zu spekulieren.
- Daten aus 15 Jahren zeigen, dass einfache Indexfonds besser abgeschnitten haben als komplexe Fonds, die versuchen, den Markt zu timen.
- Nichts zu tun ist nicht immer der beste Rat, insbesondere nicht für Menschen kurz vor dem Ruhestand mit einem risikoreichen Portfolio.
Die 5 häufigsten Fehler laut der Expertin
Laut Christine Benz, Direktorin für persönliche Finanzen bei Morningstar, machen Anleger in unruhigen Marktphasen oft dieselben teuren Fehler. Die bekannteste Falle: aus Angst vor weiteren Kursverlusten in Panik alles verkaufen und in Bargeld flüchten.
Ein weiterer Fehler ist die Wahl komplexer, angeblich „defensiver“ Produkte. Dazu zählen Fonds, die versuchen, den Markt zu timen, oder undurchsichtige alternative Anlagen. Viele lassen sich auch von großen Nachrichtenereignissen wie Kriegen leiten und stellen dafür ihr gesamtes Portfolio um.
Panik führt oft zu geringeren Renditen
Die Flucht in Bargeld geht häufig schief, weil man den Markt perfekt timen müsste. „Man muss zweimal die richtige Entscheidung treffen“, sagt Benz. „Man muss zum richtigen Zeitpunkt aussteigen und wieder einsteigen.“ Studien zeigen, dass die schlechtesten Börsentage oft kurz vor oder nach den besten liegen. Wer verkauft, verpasst daher schnell die Erholung des Marktes.
Auch die komplexen, „sicheren“ Fonds bringen in der Praxis oft weniger ein. Ein durchschnittlicher Fonds, der versucht, den Markt zu timen, erzielte über 15 Jahre eine Rendite von etwa 5 Prozent. Ein einfacher Standard-Indexfonds mit 60 Prozent Aktien und 40 Prozent Anleihen kam im gleichen Zeitraum auf fast 8 Prozent.
Spekulation auf Weltnachrichten oder Tiefstkurse
Auch auf Weltnachrichten zu reagieren, ist laut Benz keine gute Idee. Bis ein Privatanleger auf einen Konflikt reagiert, haben professionelle Investoren diese Informationen meist längst in die Kurse eingepreist. Dasselbe gilt für den Versuch, eine stark gefallene Aktie „am Tiefpunkt“ zu erwischen.
Wer einen großen Betrag in eine einzelne Aktie oder Branche investiert, riskiert, dass die Kurse weiter fallen. Eine risikoärmere Strategie ist ein gestaffelter Einstieg über die Zeit (z. B. mit der DCA-Strategie) oder die Wahl eines breit gestreuten Fonds (ETF), der eine ganze Branche abbildet.
Wann „nichts tun“ tatsächlich ein Fehler ist
Geduld zahlt sich oft aus, doch Nichtstun ist nicht für jeden die beste Strategie. Das gilt insbesondere für ältere Anleger, die kurz vor dem Ruhestand stehen und ein stark aktienlastiges Portfolio haben.
Für sie kann ein unruhiger Markt ein guter Zeitpunkt sein, das Risiko zu reduzieren. Indem sie einen Teil ihrer Aktien verkaufen und in stabilere Anleihen oder Bargeld umschichten, schaffen sie einen Puffer. Aus diesem können sie Geld entnehmen, ohne Aktien mit Verlust verkaufen zu müssen, wenn die Märkte niedrig stehen.
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