shutterstock: Irina Mikhailichenko
Ein Stablecoin, der an den russischen Rubel gekoppelt ist, hat bereits Transaktionen im Wert von mehr als 95 Milliarden Euro abgewickelt. Dies geschah trotz westlicher Sanktionen, die die Kryptowährung isolieren sollten.
Zusammengefasst:
- Der russische Stablecoin A7A5 wickelte Transaktionen im Wert von mehr als 95 Milliarden Euro ab.
- Die Kryptowährung wurde entwickelt, um Sanktionen zu umgehen, und steht in Verbindung mit einem russisch-moldauischen Oligarchen sowie einer russischen Staatsbank.
- Der Handel lief größtenteils über die Kryptobörse Grinex, den Nachfolger der umstrittenen Kryptobörse Garantex.
Russischer Stablecoin wächst trotz Sanktionen
Die Kryptowährung A7A5 ist ein Stablecoin, dessen Wert an den russischen Rubel gekoppelt ist. Die Münze wurde im Januar 2025 von einem russisch-moldauischen Oligarchen in Zusammenarbeit mit einer russischen Staatsbank eingeführt.
Trotz der europäischen Sanktionen gegen die Kryptowährung im November 2025 ist A7A5 seitdem deutlich gewachsen, schreibt das Cybersicherheitsunternehmen CertiK in einem neuen Bericht. Seit dem Start wurden mit dem Stablecoin A7A5 Transaktionen im Wert von mehr als 95 Milliarden Euro durchgeführt.

Die Zahl der Wallets stieg innerhalb eines Jahres von 13.000 auf 29.000. Laut CertiK hält A7A5 inzwischen 43 Prozent des Marktes für Stablecoins, die nicht auf dem US-Dollar basieren.
Westliche Sanktionen umgehen
CertiK bezeichnet A7A5 als eines der deutlichsten Beispiele für Systeme, die zur Umgehung von Sanktionen geschaffen wurden. Die Reserven des Stablecoins werden bewusst außerhalb des Einflussbereichs westlicher Akteure gehalten.
Gleichzeitig zeigt dies die Grenzen westlicher Sanktionen auf. Gelder und Transaktionen im A7A5-Netzwerk können nicht blockiert werden, obwohl sie von westlichen Behörden verboten wurden. Westliche Sanktionen beschränken sich daher auf Kryptobörsen, an denen die Münze gehandelt wird, sowie auf andere Dienstleister innerhalb der Infrastruktur.
Kryptobörse in Kirgisistan
Der Großteil des Handels findet jedoch auf der Kryptobörse Grinex statt. Dort werden täglich rund 9,6 Milliarden Euro an A7A5 gegen Rubel gehandelt sowie weitere 5,25 Milliarden Euro gegen Stablecoins auf Basis des US-Dollars.
Grinex hat seinen Sitz in Kirgisistan, außerhalb der Reichweite westlicher Sanktionen, und steht im Verdacht, enge Verbindungen zu Russland zu unterhalten. Die Kryptobörse soll der Nachfolger der ehemaligen russischen Börse Garantex sein, die mit illegalen Geldströmen, unter anderem aus Nordkorea, in Verbindung gebracht wird.
Auch der Iran reiht sich in die Liste von Staaten ein, die Kryptowährungen für ihre Zwecke entdeckt haben. So führte der Iran kürzlich ein Mautsystem für die Straße von Hormus ein, bei dem Schiffe für eine sichere Durchfahrt in Bitcoin bezahlen müssen.
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