Wikipedia schenkt dem Kryptomarkt kaum Beachtung – und das hat laut einer Untersuchung großen Einfluss darauf, wie KI-Systeme Kryptowährungen bewerten. Der Grund: KI-Systeme nutzen die Online-Enzyklopädie häufig als Informationsquelle, obwohl auf Wikipedia mehr als 90 Prozent aller Kryptowährungen überhaupt nicht vertreten sind.
Zusammengefasst
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Nur 67 der 1.000 größten Kryptoprojekte verfügen über einen eigenen Wikipedia-Artikel.
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Laut der Untersuchung existiert die Kryptowelt auf Wikipedia kaum, obwohl KI-Systeme die Plattform häufig als Quelle für ihre Antworten nutzen.
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Wikipedia stuft Krypto-Nachrichtenseiten nicht als zuverlässige Quellen ein, während etablierte Medien nur selten über das Thema berichten.
Nur 67 große Kryptoprojekte auf Wikipedia
Laut einer Untersuchung der auf Krypto-Kommunikation spezialisierten Agentur Chainstory verfügen lediglich 67 Kryptowährungen aus den Top 1.000 über eine eigene Seite auf Wikipedia.
Die Auswirkungen seien erheblich, so die Forscher. Wikipedia werde von KI-Systemen häufig als Informationsquelle genutzt. ChatGPT soll demnach bei einem Viertel bis zur Hälfte seiner Antworten auf einen Wikipedia-Artikel verweisen.

Krypto-Nachrichten gelten nicht als zuverlässige Quellen
Darüber hinaus sind die Informationen auf Wikipedia laut Chainstory begrenzt und einseitig. Krypto-Nachrichtenseiten werden von der Plattform nicht als vertrauenswürdige Quellen eingestuft. Etablierte Medien gelten zwar als zuverlässig, berichten jedoch nur selten über einzelne Kryptowährungen oder neue Entwicklungen.
Viele Kryptoprojekte haben deshalb Schwierigkeiten, einen Wikipedia-Artikel zu erstellen, da sie diese Hürde nicht überwinden. Selbst wenn dies gelingt, kann ein Artikel später dennoch vergleichsweise leicht von anderen Nutzern gelöscht werden.
Veraltete Richtlinien
Das Risiko besteht darin, dass Antworten von KI-Systemen zu Kryptowährungen dadurch unvollständig oder fehlerhaft ausfallen. „Wikipedias strenge redaktionelle Filterrichtlinien sollten die Enzyklopädie ursprünglich vor der großen Menge an Rauschen und kurzlebigen Projekten während früherer Krypto-Marktzyklen schützen“, erklärt Chainstory.
Seitdem habe sich die Welt jedoch verändert. Der traditionelle Finanzsektor öffnet sich Kryptowährungen zunehmend, und auch Regierungen stehen ihnen heute deutlich positiver gegenüber. Gleichzeitig verfehlt Wikipedia laut Chainstory sein eigenes Ziel, eine verlässliche Informationsquelle zu sein, indem die Plattform an überholten Richtlinien festhält:
„Indem diese Filter auch heute noch angewendet werden, entfernt die Plattform nicht mehr nur das Rauschen, sondern löscht auch etablierte Infrastruktur im Wert von Milliarden US-Dollar aus dem vertrauenswürdigsten öffentlichen Archiv des Internets.“






