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Neue Steuerpläne für Krypto in Europa – wo steht Deutschland?

Muss ich Kryptowährungen in Deutschland versteuern?

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Regierung und …
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Foto: Tupungato/Shutterstock

In diesem Jahr erwarten viele Länder bedeutende Steueränderungen, um Lücken im Budget zu schließen – das wird auch Krypto-Investoren betreffen. Italien und Dänemark gehen hier mit strengeren Maßnahmen voran: Italien hebt ab 2025 die Krypto-Steuer auf 42 Prozent an, verglichen mit den bisherigen 26 Prozent. Auch Dänemark plant, auf nicht realisierte Gewinne Steuern zu erheben, was selbst auf Kursgewinne ohne Verkauf abzielt. Doch wie steht Deutschland im Vergleich dazu da?

Ja, Gewinne und Einkommen aus Kryptowährungen sind in Deutschland steuerpflichtig. Einkünfte aus dem Handel oder aus passiven Einnahmen, wie etwa Staking und Lending, fallen unter die Einkommensteuer. In Deutschland gelten Kryptowährungen jedoch als „sonstige Wirtschaftsgüter“, ähnlich wie Sammlerstücke oder Privatbesitz. Hier greift § 23 EStG, was im internationalen Vergleich für einige steuerliche Vorteile sorgt.

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Steuersätze und Freigrenzen für Krypto-Gewinne

Die Steuerlast auf Krypto-Gewinne ist in Deutschland progressiv, abhängig vom gesamten steuerpflichtigen Einkommen, und reicht von 0 bis 45 %. Der Solidaritätszuschlag von 5,5 % wird ab einer Einkommensteuer von über 17.543 € zusätzlich fällig. Grundsätzlich steigt der Steuersatz, je höher das Einkommen ist. Gewinne aus Kryptowährungen bis zu einer Freigrenze von 1.000 € sind steuerfrei, allerdings gilt dies nur bei Überschreitungen innerhalb eines Steuerjahres. Bei Einkommen aus Krypto-Aktivitäten, wie Staking und Lending, gilt eine Freigrenze von 256 € pro Jahr. Wichtig: Überschreiten die Gewinne oder Einnahmen diese Freigrenzen, ist der gesamte Betrag steuerpflichtig.

Einjährige Haltefrist für steuerfreie Krypto-Verkäufe

Krypto-Investoren können durch die Haltefrist für ihre Investments Steuern sparen. Gewinne aus dem Verkauf oder Tausch von Kryptowährungen sind steuerfrei, wenn diese länger als ein Jahr gehalten wurden. Der „Verkauf“ umfasst hierbei auch das Tauschen gegen andere Kryptowährungen. Die Haltefrist beginnt am Tag nach dem Kauf, d. h., bei einem Kauf am 01.01.2024 beginnt die Haltefrist am 02.01.2024, und ein steuerfreier Verkauf wäre ab dem 03.01.2025 möglich.

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Berechnung von Krypto-Gewinnen und -Verlusten

Die Krypto-Gewinne berechnen sich aus der Differenz zwischen Anschaffungs- und Verkaufspreis. Ein positiver Betrag ist ein Gewinn, ein negativer ein Verlust. Verluste können steuerlich geltend gemacht werden, um die Steuerlast zu senken, auch rückwirkend. Um die Anschaffungskosten zu bestimmen, empfiehlt die deutsche Finanzverwaltung die First-in-First-out-Methode (FiFo).

Für die genaue Berechnung bietet sich die Nutzung eines Krypto-Steuerrechners an, der Gewinne und Verluste deiner Investitionen in Bitcoin (BTC) & Co automatisch ermittelt und so Zeit und Aufwand spart. Auch Krypto-Einkommen wie Staking oder Lending wird für steuerliche Zwecke zum Zeitpunkt des Erhalts bewertet. Ein Krypto-Portfoliotracker ist hilfreich, um sämtliche Einnahmen und Ausgaben zu verfolgen und automatisch zu dokumentieren.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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