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Zwölf europäische Topbanken, darunter ING, lancieren eine gemeinsame, an den Euro gekoppelte Krypto-Münze: Qivalis. Dieses Projekt soll die Dominanz des US-Dollars in der Krypto-Welt brechen und die finanzielle Unabhängigkeit Europas stärken.
Kurz zusammengefasst
- Zwölf europäische Banken, darunter ING, lancieren den regulierten Euro-Stablecoin Qivalis.
- Ziel ist es, die Rolle des Euros auf der Blockchain zu stärken: Derzeit macht er nur 0,2 Prozent der Transaktionen aus, gegenüber 20 bis 25 Prozent in der traditionellen Finanzwelt.
- Die Münze ist kein Konkurrent zum digitalen Euro der EZB, sondern eine Ergänzung, und könnte noch in diesem Jahr lanciert werden.
Warum jetzt ein europäischer Krypto-Euro?
Der Krypto-Markt wird derzeit vollständig von Stablecoins dominiert, die an den US-Dollar gekoppelt sind, wie Tether (USDT) und USDC. Die Rolle des Euros ist mit nur 0,2 Prozent des Transaktionsvolumens vernachlässigbar.
In der traditionellen Finanzwelt sieht das ganz anders aus: Dort macht der Euro rund 25 Prozent aller Aktivitäten aus. Die Banken sehen die Abhängigkeit vom Dollar als Risiko.
Finanzielle Unabhängigkeit als Hauptziel
Laut Jan-Oliver Sell, dem Direktor von Qivalis, ist das Projekt entscheidend für Europa. „Wenn wir keinen liquiden Euro auf der Blockchain haben, ist der US-Dollar die einzige Alternative. Das ist ein reales Risiko“, sagt er in einem Interview heute. Das Ziel ist es, dem Euro auch in der digitalen Welt die Position der zweiten Weltwährung zu sichern.
Die Banken entscheiden sich bewusst für eine Zusammenarbeit. Durch die Bündelung ihrer Kräfte wollen die Beteiligten einen starken, breit getragenen Euro-Stablecoin schaffen, der zum neuen Standard werden kann.
Keine Konkurrenz für den digitalen Euro der EZB
Das Projekt der Banken ist unabhängig von den Plänen der Europäischen Zentralbank (EZB) für einen eigenen digitalen Euro. Der Unterschied: Der digitale Euro der EZB ist ein staatliches Projekt auf einem geschlossenen System, während Qivalis eine private Münze für öffentliche Blockchains ist.
Ein weiterer Unterschied ist das Timing. Der digitale Euro der EZB lässt noch Jahre auf sich warten und wird nicht vor 2029 erwartet. Qivalis könnte nach einer Genehmigung der Niederländischen Nationalbank möglicherweise bereits in der zweiten Jahreshälfte lanciert werden.
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