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Der neue amerikanische Krypto-Gesetzentwurf, der Clarity Act, wurde vom Senatsausschuss genehmigt. Dieses wichtige Gesetz soll Hürden abbauen und klare Regeln für die Kryptobranche schaffen. Nachdem der Ausschuss dem Vorschlag zugestimmt hat, folgt nun in Kürze die Beratung und Abstimmung im Senat.
Zusammengefasst:
- Ein wichtiger amerikanischer Krypto-Gesetzentwurf wurde von einem Senatsausschuss genehmigt.
- Der Clarity Act soll klare Regeln für Kryptowährungen und Kryptounternehmen schaffen.
- In Kürze folgen die Beratung und Abstimmung über den Gesetzentwurf im Senat.
Clarity Act vom Senatsausschuss genehmigt
Gestern hat ein Ausschuss des US-Senats den neuen Clarity Act geprüft. Der Senatsausschuss bewertete den Gesetzentwurf zur Vorbereitung auf die Behandlung im Senat. Dabei wurde unter anderem die praktische Umsetzung, mögliche Risiken sowie der Bedarf an weiteren Anpassungen untersucht.
Der Ausschuss stimmte schließlich mit einer Mehrheit von fünfzehn zu neun Stimmen für den Vorschlag.
Nachdem der Senatsausschuss den Gesetzentwurf genehmigt hat, kann dieser nun an den Senat zur endgültigen Beratung und Abstimmung weitergeleitet werden. Ziel ist es, dies noch vor August abzuschließen. Anschließend folgt zudem eine Abstimmung im US-Kongress.
🚨JUST IN: The Clarity Act ADVANCES out of the Senate Banking Committee in a 15-9 bipartisan vote, with two Democrats voting in favor: @SenRubenGallego and @Sen_Alsobrooks.
Next stop: the full Senate.
— Eleanor Terrett (@EleanorTerrett) May 14, 2026
Wichtigstes politisches Ereignis im Jahr 2026
Sollte der Clarity Act auch dort verabschiedet werden, wäre dies vermutlich das wichtigste politische Ereignis für den Kryptomarkt im Jahr 2026. Der Clarity Act gilt als bedeutendes neues amerikanisches Kryptogesetz, an dem bereits seit längerer Zeit gearbeitet wird.
Das Gesetz schafft klare gesetzliche Regeln für Kryptowährungen und Kryptounternehmen und legt fest, welche Behörden für die Aufsicht zuständig sind. Vieles befand sich bislang noch in einer rechtlichen Grauzone. Das hemmte die Akzeptanz im Unternehmenssektor. Deshalb wird das Gesetz als wichtiger Schritt zum Abbau von Hürden und als essenziell für das weitere Wachstum der amerikanischen Kryptobranche angesehen.
Streit zwischen Banken und der Kryptobranche
Lange Zeit stand der Clarity Act jedoch auf der Kippe. Die Verhandlungen zwischen Banken und der Kryptobranche waren ins Stocken geraten, weil Uneinigkeit über Renditen herrschte. Banken befürchteten, dass Kryptounternehmen höhere Erträge anbieten könnten als klassische Sparzinsen.
Letztlich wurde ein Kompromiss erzielt. Das Ergebnis: Kryptounternehmen dürfen keine Renditen auf Stablecoins ausschütten, wohl aber auf andere Kryptowährungen.
Aussichten sind positiv
Nachdem diese Hindernisse aus dem Weg geräumt wurden und der Senatsausschuss den Vorschlag ebenfalls genehmigt hat, gelten die Aussichten als positiv. Die Republikaner verfügen weiterhin über die Mehrheit im Senat, und die Regierung Trump unterstützt das neue Kryptogesetz ausdrücklich. Aber auch unter den Demokraten gibt es Unterstützung für den Gesetzentwurf.
Die Erwartungen sind daher hoch. Laut Analysten der Investmentbank JP Morgan könnte der Clarity Act der Auslöser sein, der dem Kryptomarkt neuen Schwung verleiht.