Jay Jacobs, Leiter der ETF-Strategie beim Vermögensverwalter BlackRock, erklärt in einem Interview mit Fox News, dass Bitcoin zunehmend als ernsthafte langfristige Investition wahrgenommen wird.
Laut dem Topmanager des weltweit größten Vermögensverwalters unterscheidet sich die Kryptowährung grundlegend von traditionellen Anlageklassen wie Aktien und Anleihen, da ihre Kursentwicklung „von eigenen Regeln“ bestimmt wird.
Bitcoin weist Ähnlichkeiten mit Gold auf
Während klassische Märkte auf Zinsen, Unternehmensgewinne und Konjunkturzyklen reagieren, spielen bei Bitcoin vor allem Makrofaktoren wie Inflation, geopolitische Spannungen und das Vertrauen in Fiatwährungen eine Rolle. Damit weist Bitcoin laut Jacobs mehr Gemeinsamkeiten mit Gold auf als mit risikoreichen Anlagen.
Auffällig ist, dass Anleger Bitcoin laut BlackRock immer häufiger bewusst in ihr Portfolio aufnehmen. Jacobs erklärt, dass Investoren die Währung nicht länger als isolierte spekulative Position sehen, sondern als strategische Ergänzung.
„Bitcoin ist insbesondere ein nicht-souveräner, globaler und dezentralisierter Vermögenswert, der in kleinen Dosen Portfolios als einzigartige Anlageklasse tatsächlich einen Mehrwert bieten kann. Man sollte ihn daher immer im Kontext eines breiter aufgestellten Portfolios betrachten.“, so Jacobs.
Seiner Ansicht nach kann eine kleine Menge Bitcoin dabei helfen, Portfolios zu diversifizieren.
Das Wachstum regulierter Produkte wie BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF (IBIT) hat diese Entwicklung beschleunigt und senkt laut dem Topmanager die Hürde für institutionelle Anleger.
Die großen amerikanischen Bitcoin-ETFs verzeichneten in der vergangenen Woche einen deutlichen Kapitalzufluss, den größten Zufluss seit drei Monaten.
Keine Kursprognose, aber dennoch positive Erwartungen
Trotz der bekannten Volatilität von Bitcoin bleibt Jacobs gelassen. Seiner Meinung nach ist diese Schwankungsanfälligkeit einer Marktphase inhärent, in der der fundamentale Wert noch entdeckt wird. Deshalb rät er ausdrücklich dazu, Bitcoin aus einer langfristigen Perspektive zu betrachten.
Ein konkretes Kursziel nennt er nicht. Dennoch erwartet BlackRock, dass die Nachfrage strukturell weiter wächst, solange Themen wie „Wertverlust von Währungen, steigende Staatsschulden und der Wunsch, Vermögenswerte grenzüberschreitend zu transferieren“ relevant bleiben.