Foto: Below the Sky/Shutterstock
Eine US-Militäraktion in Venezuela stellt die Weltpolitik auf den Kopf – und auch der Kryptomarkt hält den Atem an. Präsident Nicolás Maduro und seine Frau wurden verhaftet. Normalerweise führen solche Nachrichten zu panikartigen Verkäufen an den Märkten, doch diesmal bleibt ein großer Krypto-Crash aus.
Stattdessen geschieht etwas Auffälliges: Trump-Memecoins schießen stark in die Höhe. Warum?
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US-Angriff auf Venezuela
Die Vereinigten Staaten führten gestern Morgen eine groß angelegte Militäraktion in Venezuela durch. Bereits zuvor gab es Berichte über US-Hubschrauber über Caracas, insbesondere im Bereich der Militärbasis Fuerte Tiuna.
Auf dem offiziellen Facebook-Account des venezolanischen Präsidenten Maduro wurden Beiträge über Angriffe veröffentlicht, verbunden mit der Warnung, dass die USA die Kontrolle über die Öl- und Mineralreserven des Landes anstreben.
Nicht lange danach verkündete Präsident Donald Trump auf seinem Truth-Social-Konto, dass Maduro gemeinsam mit seiner Frau nach einem Luftangriff festgenommen worden sei.
The United States of America has successfully carried out a large scale strike against Venezuela and its leader, President Nicolas Maduro, who has been, along with his wife, captured and flown out of the Country. This operation was done in conjunction with U.S. Law Enforcement.…
— Commentary: Trump Truth Social Posts On X (@TrumpTruthOnX) January 3, 2026
Kryptomarkt reagiert auf Angriff in Venezuela
Trotz dieser brisanten Entwicklung bleibt der Kryptomarkt überraschend ruhig. Bitcoin (BTC) pendelt um die 89.000 US-Dollar und zeigt kaum eine Reaktion. Zwar fiel der BTC-Kurs kurzzeitig unter die 90.000-Dollar-Marke, erholte sich jedoch schnell wieder.
An der CME, einer großen US-Börse, schloss der Kurs kürzlich sogar noch knapp über 90.000 Dollar. Analysten sprechen von „geordneten“ Bewegungen. Zwar herrscht Unsicherheit auf dem Kryptomarkt, doch von Panik ist keine Spur.
Der Verkaufsdruck scheint eher auf Nervosität zurückzuführen zu sein, nicht auf fundamentale Veränderungen. Das ist besonders bemerkenswert, da sich der Markt gerade erst von einer unruhigen Phase zu erholen schien.
Trump-Memecoins steigen sprunghaft
Während Bitcoin kaum reagiert, passiert am Rande des Marktes etwas Auffälliges: Trump-bezogene Memecoins verzeichneten heute starke Kurszuwächse. Sowohl official trump als auch melania liegen deutlich im Plus.
$Trump coin showing strength after the attacks on Venezuela pic.twitter.com/MrDckQp9MA
— Transcend Capital (@TranscendC87873) January 3, 2026
Memecoins reagieren oft stark auf Stimmungen und Schlagzeilen. Es scheint, als spekuliere ein Teil der Kryptohändler auf „Trump-News“, unabhängig davon, was tatsächlich in Venezuela geschieht.
Auffällig ist, dass der Kursanstieg der Trump-Coins mit der Ansprache des US-Präsidenten zur Lage in Venezuela zusammenfiel. Die Melania-Memecoin legte in den letzten 24 Stunden ganze 14 Prozent zu:

Geopolitische Unsicherheit und der Kryptomarkt
Die Trump-Memecoins reagieren im Gegensatz zu Bitcoin. Die relativ gelassene Reaktion der größten Kryptowährung der Welt steht im Kontrast zu früheren geopolitischen Erschütterungen.
Vergleichbare Nachrichten sorgten in der Vergangenheit oft für starke Verkaufswellen. So fielen Bitcoin und Ethereum (ETH) im Juni letzten Jahres innerhalb kurzer Zeit um mehr als 5 Prozent, nachdem Trump US-Angriffe auf iranische Atomanlagen angekündigt hatte.
Auch das Timing ist ungünstig. Die Spannungen rund um Venezuela verschärfen die ohnehin angespannte geopolitische Lage – etwa durch die festgefahrenen Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.
Wie geht es weiter?
Wie sich der Markt weiterentwickelt, hängt maßgeblich davon ab, ob sich die Situation in Venezuela zuspitzt. Sollten die Spannungen nachlassen, könnte sich Bitcoin laut Analysten in Richtung 96.000 bis 100.000 Dollar erholen.
Eskaliert der Konflikt jedoch weiter, droht eine Verkaufswelle – möglicherweise ähnlich wie nach den Iran-Schlagzeilen im letzten Jahr.
Vorerst hält der Markt den Atem an. Doch wenn sich die Lage weiter zuspitzt, könnte die derzeitige Ruhe schlagartig verschwinden. Dann wird sich zeigen, ob Bitcoin doch noch abrutscht – oder ob sich Händler erneut von der Memecoin-Euphorie mitreißen lassen.
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