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Große Investoren erwarten einen schwachen US-Dollar, was historisch gesehen häufig zu Kursanstiegen bei Bitcoin (BTC) führt. Seit über zehn Jahren war die Stimmung gegenüber dem Dollar nicht mehr so negativ wie derzeit – das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Bitcoin tatsächlich davon profitieren wird.
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Vertrauen in den Dollar erreicht historischen Tiefstand
Es ist mehr als zehn Jahre her, dass Investoren zuletzt so bearish (pessimistisch) gegenüber dem US-Dollar eingestellt waren wie heute. Das zeigt eine Umfrage der Bank of America (BofA).
Nicht nur ist die Stimmung gegenüber dem Dollar negativ, auch die Dollar-Exposure unter Investoren ist außergewöhnlich gering. Noch nie zuvor hat die BofA eine derart niedrige Dollar-Gewichtung registriert.
Der Wert des Dollars ist in letzter Zeit deutlich gefallen und liegt mehr als neun Prozent unter dem Niveau von vor einem Jahr. Das geht aus dem Dollar-Index hervor, der die US-Währung mit sechs anderen wichtigen Währungen weltweit vergleicht.
Sorgen über die Zentralbank nehmen ab
Eine positivere Schlussfolgerung der BofA aus der Umfrage ist, dass sich Investoren weniger Sorgen über die Federal Reserve (Fed), die US-Notenbank, machen. Das könnte den Dollar stützen – bislang ist davon jedoch noch nichts zu erkennen, so die Analysten.
US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr mehrfach versucht, den damaligen Fed-Vorsitzenden unter Druck zu setzen, die Zinsen zu senken. Das sorgte für Alarm, da dadurch die Unabhängigkeit der Fed infrage gestellt wurde.
Kürzlich ernannte Trump mit Kevin Warsh einen neuen Fed-Vorsitzenden. Seitdem haben die Sorgen der Investoren laut der Untersuchung deutlich nachgelassen.
Kann Bitcoin vom bearishen Dollar-Sentiment profitieren?
Historisch betrachtet bewegen sich der Dollar und Bitcoin häufig in entgegengesetzte Richtungen. Das bedeutet: Wenn der Dollar schwächer wird, steigt Bitcoin tendenziell im Wert. Ein schwacher Dollar veranlasst Anleger oft dazu, nach alternativen Investments zu suchen – etwa Bitcoin oder auch Gold.
Dennoch ist fraglich, ob Bitcoin diesmal vom negativen Dollar-Sentiment profitieren wird. Die negative Korrelation zwischen Dollar und Bitcoin hat sich im vergangenen Jahr abgeschwächt.
Ein Ökonom weist darauf hin, dass Bitcoin derzeit vor allem für Anleger attraktiv ist, die an wirtschaftliches Wachstum in den USA glauben, während Investoren mit konjunkturellen Sorgen eher auf Gold ausweichen.
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