Foto: MissCrypto / YouTube
Quantencomputer – dieses Wort taucht aktuell immer öfter auf, wenn es um Bitcoin (BTC) und die Zukunft der Kryptowährungen geht. In vielen Medien wird suggeriert: Diese Supercomputer könnten in wenigen Jahren Bitcoin „knacken“. Einige User haben mich direkt gefragt:
„Soll ich jetzt meine Coins verkaufen? Geht Bitcoin wirklich auf null?“
Deshalb habe ich mich hingesetzt und das Thema ganz genau analysiert – technisch, wirtschaftlich und mit Blick auf mögliche Lösungen. In diesem Artikel erkläre ich dir, warum Panik derzeit übertrieben ist, was wirklich hinter dem Quantencomputer-Hype steckt – und was du als Anleger konkret tun kannst.
Wie funktionieren Quantencomputer eigentlich?
Im Gegensatz zu deinem Laptop oder Handy, die mit Bits arbeiten (0 oder 1), nutzen Quantencomputer sogenannte Qubits. Die können 0 und 1 gleichzeitig sein – Stichwort Superposition. Dazu kommen andere Effekte wie Verschränkung und Interferenz, die klassische Computer komplett alt aussehen lassen.
Das Ganze ist extrem leistungsstark – theoretisch. Denn aktuell sind Quantencomputer noch instabil und fehleranfällig. IBM und Google forschen daran, aber echte logische Qubits, die für einen Angriff auf Bitcoin nötig wären, gibt es bislang kaum.
Ist Bitcoin wirklich angreifbar?
Ja – aber nur unter bestimmten Bedingungen. Besonders gefährdet wären Bitcoin-Adressen, deren Public Keys bereits öffentlich sichtbar sind, etwa bei sehr alten Wallets oder nach einer Transaktion.
Ein Angreifer mit einem extrem starken Quantencomputer könnte dann theoretisch den Private Key zurückrechnen – und sich Zugriff auf deine Coins verschaffen.
ABER: Dafür bräuchte man über 2.000 stabile Qubits – und die sind noch Jahre entfernt. Experten rechnen frühestens 2035–2040 mit einer echten Gefahr für Bitcoin.
Gibt es eine Lösung?
Definitiv! Die Bitcoin-Community arbeitet seit Jahren an möglichen Post-Quantum-Signaturen. Dazu gehören neue kryptografische Verfahren wie Lamport oder SPHINCS+, die auch gegen Quantenangriffe sicher sind. Viele dieser Lösungen existieren bereits – sie sind nur noch nicht im Netzwerk integriert.
Die größte Herausforderung wird sein, alle Bitcoin-Adressen rechtzeitig auf diese neuen Standards umzustellen. Und was passiert mit den „Zombie-Coins“ von inaktiven Wallets wie z. B. Satoshi Nakamotos?
Hier könnten zukünftige Soft-Forks als „Evakuierungspläne“ dienen – das ist technisch machbar, aber gesellschaftlich ein echtes Diskussionsfeld.
Selbst wenn ein Angreifer Zugriff auf einen Quantencomputer hätte: Wirtschaftlich macht ein Angriff kaum Sinn. Coins aus alten Wallets wären sofort als gestohlen erkennbar und nicht nutzbar. Viel sinnvoller wäre es, den Quantencomputer zum Bitcoin-Mining zu verwenden – und so durch Blockrewards zu profitieren.
Nur aus geopolitischen Gründen könnte ein Staat Interesse daran haben, Bitcoin zu beschädigen. Das wäre aber ein extremes Szenario und aktuell nicht absehbar.
Was solltest du als Anleger tun?
Panik ist nicht angebracht, aber Vorsorge ist wichtig. Ich empfehle dir:
- Moderne Wallets nutzen, die in Zukunft Post-Quantum-Signaturen unterstützen.
- Updates und Entwicklungen verfolgen.
- Bei einem Wechsel auf neue Signaturen deine Coins rechtzeitig migrieren.
Wenn dich das Thema interessiert und du wissen willst, wie ich die Bedrohung durch Quantencomputer einschätze, schau dir mein aktuelles Video auf meinem YouTube – Kanal an. Dort gehe ich noch tiefer auf die technischen Hintergründe, mögliche Lösungen und meine Einschätzung als Anleger ein.
Beliebt: Krypto-Bots handeln automatisch für dich
Dein Krypto-Portfolio wachsen lassen, ganz ohne aktives Trading? Immer mehr Nutzer setzen auf automatisierte Krypto-Bots. Mit den kostenlosen Bots von OKX kannst du automatisiert am Kryptomarkt handeln. Einige Strategien erzielten in den letzten Wochen Renditen von über 190 % mit Ethereum oder XRP.
Natürlich garantieren Bots keine Gewinne, sie können aber eine sinnvolle Ergänzung deiner Trading-Strategie sein.
Extra: Melde dich noch heute für ein kostenloses OKX-Konto an und erhalte 20 € gratis Bitcoin.