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Liquiditäts-Schock im März: Steht Bitcoin vor der Wende?

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Foto: @CoinCheckTV Bild YT

In den nächsten sechs Wochen könnten hunderte Milliarden US-Dollar aus dem Markt gezogen werden – und zum ersten Mal seit Jahren fehlt der Puffer, der diesen Abfluss abfedert.

Genau das hat mich dazu gebracht, tiefer in die aktuellen Makrodaten einzutauchen.

Ich wollte verstehen, warum Bitcoin (BTC) trotz scheinbar stabiler Rahmenbedingungen unter Druck steht – und bin dabei auf eine Gleichung gestoßen, die in rund 82 % aller 12-Monats-Zeiträume den Kursverlauf von Bitcoin erklärt: die Nettoliquidität.

Diese setzt sich im Wesentlichen aus drei Variablen zusammen: der Bilanz der US-Notenbank (Fed), dem Treasury General Account (TGA) – also dem Konto der US-Regierung – und der Reverse-Repo-Fazilität.

Besonders brisant: Eine dieser Variablen, die Reverse Repo Facility, ist faktisch auf null gefallen. Der Puffer, der in den vergangenen Jahren Liquiditätsschwankungen abgefedert hat, existiert nicht mehr.

Gleichzeitig steigt das TGA-Konto stark an. Immer wenn dort Geld eingeht – etwa durch Steuerzahlungen oder neue Staatsanleihen – wird dem Bankensystem Liquidität entzogen. Und genau das passiert jetzt in einer Phase, in der die Marktliquidität ohnehin angespannt ist.

Historischer Bitcoin-Absturz: Ist das der Tiefpunkt?
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Die Steuer-Saison als unterschätzter Belastungsfaktor

Zwischen Mitte März und Mitte April zahlen Millionen Amerikaner ihre Einkommenssteuern. Jedes Jahr fließen in dieser Zeit hunderte Milliarden US-Dollar in das TGA-Konto.

Normalerweise wurde dieser Abfluss durch die Reverse-Repo-Fazilität teilweise kompensiert. Doch dieser Stoßdämpfer ist jetzt aufgebraucht.

Das bedeutet: Jeder Dollar, der in den kommenden Wochen ins TGA fließt, wird direkt aus dem Finanzsystem abgezogen. Für Risikoanlagen wie Bitcoin ist das ein klar negativer Impuls.

Hinzu kommt in diesem Jahr ein Novum: Ab dem 19. März greift in den USA eine neue Steuerregelung für Kryptowährungen (Formular 1099-DA). Kryptobörsen melden Transaktionen automatisch an die Steuerbehörden.

Viele Anleger, die bislang keine oder unzureichende Angaben gemacht haben, sehen sich nun gezwungen, Gewinne offenzulegen – und möglicherweise Kryptowährungen zu verkaufen, um ihre Steuerlast zu begleichen.

Dieser zusätzliche Verkaufsdruck trifft auf die ohnehin schwächste Liquiditätslage seit Jahren.

Meine Projektion: Druck im März, Entlastung ab Mai?

Wenn ich alle Faktoren zusammenführe, ergibt sich für mich ein klares Basisszenario: Die Nettoliquidität dürfte bis Mitte April weiter sinken. Das TGA-Konto steigt durch Steuerzahlungen möglicherweise auf über eine Billion US-Dollar.

Ohne Reverse-Repo-Puffer trifft dieser Anstieg direkt die Bankreserven – und damit auch die Märkte.

Doch ab dem Steuerstichtag am 15. April könnte sich das Blatt wenden. Sobald die Regierung beginnt, Mittel aus dem TGA wieder auszugeben, fließt Liquidität zurück ins System.

Zusätzlich tritt ab dem 1. April die Lockerung der Supplementary Leverage Ratio (SLR) in Kraft. Banken können dadurch leichter US-Staatsanleihen halten, was die Marktliquidität strukturell verbessert.

Historisch betrachtet sehen wir im zweiten Quartal häufig eine Erholung – nicht nur bei Bitcoin, sondern auch bei Tech-Aktien und anderen High-Beta-Assets. Für mich ergibt sich daher die Möglichkeit eines Liquiditäts-Rebounds zwischen Mai und Juli.

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Warum Liquidität alles bewegt

Was ich in meiner Analyse besonders spannend finde: Dieses Muster ist kein reines Krypto-Phänomen. Auch der Nasdaq und der S&P 500 zeigen eine hohe Korrelation mit der Nettoliquidität.

Besonders wachstumsstarke Technologieaktien reagieren sensibel auf Veränderungen im Liquiditätsumfeld. Bitcoin folgt also nicht isolierten Schlagzeilen, sondern primär den globalen Geldströmen.

Der aktuelle Rückgang ist für mich kein Marktversagen, sondern ein wiederkehrender Mechanismus – verstärkt durch besondere Umstände: leere Reverse Repos, neue Krypto-Steuerregeln und regulatorische Anpassungen im Bankensektor.

Im März droht ein Liquiditäts-Schock – steht Bitcoin jetzt vor der entscheidenden Wende?

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Über den Autor:
Furkan Yildirim

Furkan Yildirim ist Wirtschaftsingenieur (M.Sc.) mit Fokus auf Blockchain-Technologie und ein leidenschaftlicher Experte im Bereich Kryptowährungen. Nach seinem Studium arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Fraunhofer Institut und der TU Dortmund im Projekt „Blockchain Europe“. Privat entdeckte er Bitcoin durch Freunde und begann als Trader, was sein Interesse an dezentralen, zensurresistenten Systemen weiter vertiefte. Heute teilt er sein Wissen über Kryptowährungen auf Social Media, betreibt einen YouTube-Kanal und wird regelmäßig von Medien wie Welt und NTV als Experte eingeladen.

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