Gino Presti Gino Presti
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Kryptobelegger verliert €22 Millionen in 90 Minuten: Was lief schief?

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Ein Krypto-Investor verliert in 90 Minuten 22 Millionen Euro: Was ist schiefgelaufen?

Foto: Joyseulay/Shutterstock

Der Kryptomarkt fühlt sich manchmal wie eine Achterbahnfahrt an, aber für manche Anleger gleicht er eher einer heftigen Bruchlandung. Besonders der Handel mit Hebel kann sehr riskant sein. Ein gescheiterter Trade eines Kryptoanlegers ist der perfekte Beweis dafür. Dieser Pechvogel verlor in neunzig Minuten über zweiundzwanzig Millionen Euro.

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Was lief bei diesem Trade falsch?

Ein Händler, der sich Qwatio nennt, setzte eine sehr große Summe auf fallende Kurse von drei Kryptowährungen: Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Fartcoin. Wenn du auf fallende Kurse setzt (short), spekulierst du darauf, dass der Kurs sinkt. Mit einem Hebel werden sowohl Gewinne als auch Verluste verstärkt.

Mit einem Hebel von zehn darf ein Anleger das Zehnfache des eigenen Kapitals einsetzen. Wenn du zum Beispiel zehn Euro einsetzt, leihst du dir neunzig Euro dazu und handelst mit hundert Euro. Das klingt für manche Kryptoanleger attraktiv, aber das Risiko ist sehr hoch. Bei einer Kursbewegung in die falsche Richtung ist der gesamte Einsatz verloren.

Bei einem gescheiterten Trade wird automatisch ein Liquidationsprozess ausgelöst. Die Position wird geschlossen, um weitere Verluste zu vermeiden. Das Ergebnis ist dann meist ein komplett leeres Kryptowallet.

Qwatio setzte nicht hundert, sondern zweihundertfünfzig Millionen Euro auf fallende Kurse. Lookonchain veröffentlichte am vierzehnten Juli eine Analyse dieses Trades. In der Übersicht sieht man, in welchen Coins Qwatio gehandelt hat und wie viele es waren:

Wie viel hat dieser Kryptohändler verloren?

Qwatio setzte auf fallende Kurse von 1.743 Bitcoin (ca. 175 Millionen Euro), außerdem 33.743 Ethereum (85 Millionen Euro) und fünfzehn Millionen Fartcoin (zwanzig Millionen Euro). Diese Beträge sind nur angenommene Werte, da mit Hebel gehandelt wurde.

Insgesamt verlor der Kryptobelegger zweiundzwanzig Millionen Euro. Zwischen 11:45 Uhr und 13:30 Uhr am Montag, den vierzehnten Juli, wurden all seine Einsätze liquidiert.

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Häufiges Trading mit hohem Hebel

Für Qwatio ist das Trading mit hohem Hebel nichts Neues. Er hat das schon häufiger getan, aber ein Verlust von zweiundzwanzig Millionen Euro ist bisher beispiellos. Diesen Monat läuft es für ihn besonders schlecht. Anfang Juli wurde dieser Händler bereits mit 458 Bitcoin, 12.147 Ethereum und 5,4 Millionen Fartcoin liquidiert. Insgesamt ging es um einen Betrag von 85 Millionen Euro, wie ein Beitrag von Lookonchain auf X zeigt.

Der unglückliche Kryptobelegger lässt sich davon nicht entmutigen und setzt weiterhin auf solch riskante Trades. Einige Menschen bewundern ihn für das Eingehen hoher Risiken. Andere sehen ihn als Paradebeispiel für jemanden, der leichtfertig hohe Summen verspielt. Damit ist er jedoch nicht allein.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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