Gino Presti Gino Presti
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Krypto als Ausweg: Venezolaner flüchten wegen Inflation

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Regierung und …
Venezuelas geheime Bitcoin-Bestände verunsichern den Markt

Foto: Giongi63/Shutterstock

Die venezolanische Bevölkerung flüchtet massenhaft in Krypto, seit die Landeswährung, der Bolívar, nahezu wertlos ist. Hyperinflation und strenge Regierungsmaßnahmen machen digitale Währungen für viele nicht mehr zum Luxus, sondern zur reinen Notwendigkeit.

Immer mehr Geschäfte, von kleinen Nachbarschaftsläden bis zu großen Ketten, akzeptieren Zahlungen in Krypto. Zudem werden Stablecoins, digitale Münzen, die an den Wert etwa des US-Dollars gekoppelt sind, immer häufiger für Gehaltszahlungen genutzt. Selbst Universitäten bieten inzwischen Kurse zur Nutzung digitaler Währungen an.

„D.B.“ verklagt Coinbase wegen eingefrorener Kryptowährungen im Wert von 47 Millionen Euro
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Der Fall des Bolívar

Die venezolanische Währung ist in den vergangenen Monaten um mehr als siebzig Prozent gefallen. Seit die Regierung im Oktober damit aufgehört hat, den Bolívar künstlich zu stützen, ist die Inflation völlig entgleist. Laut dem venezolanischen Finanzobservatorium lag die Inflation im Mai bei 229 Prozent.

Hauptursachen sind jahrelange Misswirtschaft und Korruption. Die Regierung druckte immer mehr Geld, um Haushaltslöcher zu stopfen, während die Produktion von Gütern wegen politischer Instabilität und internationaler Sanktionen einbrach. Mit immer mehr Geld im Umlauf und immer weniger verfügbaren Produkten verlor der Bolívar unglaublich schnell an Wert.

Viele Venezolaner haben deshalb ihre Ersparnisse so schnell wie möglich in digitale Währungen umgetauscht. Die Krypto-Nutzung wuchs im vergangenen Jahr um 110 Prozent. Damit liegt Venezuela weltweit auf dem dreizehnten Platz bei der Krypto-Adoption.

Tägliche Zahlungen

Neben dem Sparen nutzen Venezolaner Krypto auch für ihre täglichen Überweisungen aus dem Ausland. Im Jahr 2023 wurden rund 397 Millionen Euro an Auslandsüberweisungen verschickt – in Form digitaler Währungen. Das entspricht rund neun Prozent der gesamten Auslandsgeldsendungen in das Land.

Die Wahl von Krypto überrascht nicht. Traditionelle Anbieter wie Western Union kämpfen mit hohen Kosten, langen Wartezeiten und Problemen mit Währungsreserven. Für viele Familien ist Krypto deshalb der schnellste und günstigste Weg, Geld zu erhalten.

Trotz Hürden wie Internetproblemen und Einschränkungen durch internationale Sanktionen wächst der Kryptomarkt in Venezuela weiter. Für viele ist es schlicht der einzige Weg, ihre Kaufkraft zu schützen und Geld sicher aufzubewahren.

Während viele Länder noch über die Rolle von Krypto diskutieren, zeigt Venezuela, dass digitale Währungen in Krisenzeiten nicht nur eine Investition sind, sondern auch eine lebenswichtige Funktion erfüllen.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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