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Ein 39-jähriger Unternehmer aus den Niederlanden ist im Berufungsverfahren zu 38 Monaten Haft verurteilt worden – wegen Betrugs im Zusammenhang mit Bitcoin (BTC)-Investitionen.
Mit seiner Firma Koinz Trading, die er 2017 gegründet hatte, sammelte er Millionen Euro ein – mit dem Versprechen, Bitcoins in einer sogenannten „Bitcoin-Fabrik“ zu produzieren, die jedoch nie existierte.
Kurzfassung:
- Ein 39-jähriger Unternehmer aus den Niederlanden wurde zu 38 Monaten Haft verurteilt wegen Millionenbetrugs mit Bitcoin.
- Er verkaufte angebliche „Mining-Computer“, die jedoch nie angeschafft wurden, und täuschte mindestens 130 Menschen.
- Das Geld der Investoren floss in einen luxuriösen Lebensstil – u. a. ein Maserati und Besuche im Casino.
Das Versprechen einer „Bitcoin-Fabrik“
Über seine Firma Koinz Trading bot Berry van M. Kunden sogenannte Mining-Computer zum Preis von 6.100 Euro pro Stück an.
Diese Rechner sollten angeblich in einem geheimen Lager komplexe Rechenaufgaben lösen, um neue Bitcoins zu erzeugen – ein Prozess, der als Mining bekannt ist.
Doch das Berufungsgericht in Zwolle urteilte nun, dass Van M. nie die Absicht hatte, diese Geräte tatsächlich zu kaufen oder Bitcoins zu erzeugen.
Tatsächlich wurde kein einziger Computer angeschafft und nie ein Bitcoin gemined. Das Gericht stellte fest, dass Van M. handelte, „…obwohl er wusste, dass er seinen Verpflichtungen nicht nachkommen würde“.
Ponzi-System und Luxusleben
Das Gericht sah in dem Fall ein klassisches Ponzi-System: Die Einlagen neuer Investoren wurden genutzt, um älteren Anlegern die versprochenen Renditen auszuzahlen.
So entstand der Anschein eines erfolgreichen Geschäftsmodells – bis die Zuflüsse neuen Kapitals versiegten und das System zusammenbrach.
Insgesamt wurden mindestens 130 Personen betrogen. Das eingesammelte Geld floss nicht in Mining, sondern in Luxusausgaben.
Allein mindestens 1,3 Millionen Euro wurden für teure Konsumgüter, Partys auf Mallorca, einen Maserati sowie 167.000 Euro in einem belgischen Casino verwendet. Insgesamt wurden laut Gericht rund 2,5 Millionen Euro gewaschen.
Falsche Behauptungen und das Urteil
Um seinem Unternehmen Glaubwürdigkeit zu verleihen, behauptete Van M. in einem Artikel der Volkskrant, er habe selbst einen speziellen Mining-Computer entwickelt.
Vor Gericht räumte er später ein, dass diese Aussage gelogen war:
„Das diente dazu, mich von anderen abzuheben und das Geschäft besser zu vermarkten.“
Selbst nachdem die Auszahlungen 2018 stoppten und Van M. persönlich für insolvent erklärt worden war, setzte er den Betrug fort – und verkaufte weiterhin die nicht existierenden Geräte. Investoren belog er mit der Aussage, die geminten Bitcoins seien auf einem Server in China „eingefroren“.
Strafmaß und Konsequenzen
Die Staatsanwaltschaft hatte im Berufungsverfahren eine Haftstrafe von 42 Monaten gefordert. Das Berufungsgericht sprach 38 Monate Haft aus, etwas weniger als die ursprünglich verhängten 40 Monate – wegen der langen Verfahrensdauer.
Zusätzlich zur Freiheitsstrafe muss Van M. über 1,5 Millionen Euro Schadensersatz an 48 Geschädigte zahlen. Ein Antrag seines Anwalts, ihn wegen einer schweren Allergie für haftunfähig zu erklären, wurde vom Gericht abgelehnt.
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