Amerikanische Börsenaufsicht berät am Freitag über neue Kryptoregeln

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Amerikanische Börsenaufsicht berät am Freitag über neue Kryptoregeln
Foto: Lucky-photographer/Shutterstock

Die US-Börsenaufsicht SEC berät am Freitag über neue Regeln für Kryptowährungen. Das geschieht kurz nachdem ein wichtiges Kryptogesetz im US-Senat ins Stocken geraten ist.

Die Aufsichtsbehörde will für bestimmte Kryptoinvestments eigene Regeln schaffen. Während der Sitzung könnte deutlich werden, wie diese Regeln konkret aussehen sollen.

Zusammengefasst

  • Die SEC hält am Freitag eine öffentliche Sitzung zu neuen Kryptoregeln ab.

  • Die Regeln sind für bestimmte Anlageprodukte mit Kryptowährungen vorgesehen.

  • Der US-Senat könnte sich ab dem 14. September erneut mit dem wichtigen Kryptogesetz befassen.

SEC will eigenen Ansatz für Kryptoinvestments

SEC steht für Securities and Exchange Commission. Die US-amerikanische Börsenaufsicht überwacht die Finanzmärkte und ist mit der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vergleichbar.

Am Freitag berät die Aufsichtsbehörde über neue Regeln für bestimmte Investments mit Kryptowährungen. Dabei geht es um Kryptoinvestments, die in den Vereinigten Staaten unter dieselben Vorschriften wie andere Finanzprodukte fallen können.

Die SEC prüft, ob dafür eigene Regeln geschaffen werden können. Kryptounternehmen könnten dadurch klarere Vorgaben für das Angebot solcher Anlageprodukte erhalten.

Die Tagesordnung enthält bislang nur wenige Details. Während der Sitzung könnten weitere Einzelheiten zu den Plänen bekannt werden.

Wichtiges US-Kryptogesetz verzögert sich

Die Sitzung findet kurz nachdem es dem US-Senat nicht gelungen ist, den wichtigen CLARITY Act zu verabschieden, statt. Das Gesetz soll Klarheit darüber schaffen, welche Aufsichtsbehörden für die verschiedenen Bereiche des Kryptomarktes zuständig sind.

Das Gesetz ist allerdings noch nicht endgültig vom Tisch. Der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, hat ein Verfahren eingeleitet, mit dem die Beratungen nach der Sommerpause wieder aufgenommen werden können.

Die Senatoren kehren am 14. September zurück. Anschließend muss der Gesetzentwurf noch den Senat passieren und erneut dem Repräsentantenhaus vorgelegt werden, bevor Präsident Donald Trump ihn unterzeichnen kann.

Frage bleibt, wie viel Spielraum die SEC hat

SEC-Chef Paul Atkins sagte vor der Sommerpause, dass seine Behörde selbst Regeln erlassen könne, sollte der Senat das Kryptogesetz nicht verabschieden. Die Sitzung am Freitag scheint ein erster Schritt in diese Richtung zu sein.

Noch ist unklar, wie viel Spielraum die SEC ohne ein neues Gesetz des US-Kongresses tatsächlich hat. Neue Vorschläge könnten daher auf politischen Widerstand oder rechtliche Einwände stoßen.

Für Kryptoanleger ist vor allem entscheidend, was die SEC am Freitag konkret vorschlägt. Die Sitzung bedeutet nicht, dass unmittelbar neue Regeln in Kraft treten, könnte aber deutlich machen, welchen Kurs die US-Aufsichtsbehörde künftig einschlagen will.

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