Amerikanische Aufsichtsbehörde fordert bessere Kontrolle von Krypto-Aktivitäten bei Banken

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16. Juni 2026, 21:30
Amerikanische Aufsichtsbehörde fordert bessere Kontrolle von Krypto-Aktivitäten bei Banken
Foto: JOCA_PH / Shutterstock

Eine US-amerikanische Regierungsaufsichtsbehörde fordert, dass Bankenaufsichtsbehörden bei Krypto-Themen enger zusammenarbeiten.

Nach Ansicht der Behörde fehlt bislang ein einheitlicher Ansatz, um Risiken rund um Kryptowährungen und Blockchain-Technologien frühzeitig zu erkennen.

Zusammengefasst

  • Die US-Regierungsaufsicht GAO fordert eine bessere Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden im Bereich Krypto.

  • Die FDIC, eine Aufsichtsbehörde für US-Banken, soll mehr unternehmen, um Risiken im Zusammenhang mit Krypto und Blockchain zu begegnen.

  • Die Bankenkrise von 2023 wird als Warnsignal für den Finanzsektor angeführt.

Aufsichtsbehörde fordert mehr Zusammenarbeit

Das US-amerikanische Government Accountability Office (GAO) hat ein Schreiben an die FDIC veröffentlicht. Die FDIC ist eine Behörde, die zahlreiche Banken in den Vereinigten Staaten überwacht.

Nach Ansicht des GAO sollte die FDIC enger mit anderen US-Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten. Im Fokus stehen insbesondere Risiken im Zusammenhang mit der Blockchain-Technologie, die vielen Kryptowährungen und Stablecoins zugrunde liegt.

Laut der Behörde gibt es bislang keinen festen Rahmen, um solche Risiken gemeinsam zu überwachen und zu bewerten. Dadurch könnten Probleme erst erkannt werden, wenn sie bereits eskaliert sind.

Das GAO betrachtet Blockchain-Technologien bereits seit längerer Zeit als einen Bereich, der verstärkte Aufsicht erfordert.

Stablecoins machen Aufsicht wichtiger

Eine zentrale Rolle spielen dabei Stablecoins. Dabei handelt es sich um Kryptowährungen, deren Wert in der Regel an eine traditionelle Währung wie den US-Dollar gekoppelt ist.

In den Vereinigten Staaten ist die FDIC auch für die Aufsicht über bestimmte Stablecoin-Unternehmen zuständig. Dabei handelt es sich um Unternehmen mit Verbindungen zum Bankensektor.

Dadurch wachsen die Bereiche Krypto und Banken zunehmend zusammen. Die US-Aufsichtsbehörde fordert daher, dass Regulierungsstellen Risiken schneller gemeinsam bewerten und Maßnahmen abstimmen können.

Zudem spricht sich die Behörde dafür aus, dass Prüfer nicht über zu lange Zeiträume hinweg dieselbe Bank beaufsichtigen. Auf diese Weise soll die Unabhängigkeit der Kontrolle gestärkt werden.

Bankenkrise bleibt Warnsignal

Das GAO verweist außerdem auf die Bankenprobleme des Jahres 2023. Damals kollabierten die Silicon Valley Bank, die Silvergate Bank und die Signature Bank innerhalb kurzer Zeit.

Diese Banken hatten viele Kunden aus der Krypto- und Technologiebranche. Die Schwierigkeiten traten kurz nach dem Zusammenbruch der Kryptobörse FTX auf, der zuvor bereits erhebliche Turbulenzen an den Märkten ausgelöst hatte.

Diese Ereignisse zeigten, wie schnell Probleme aus der Krypto- und Technologiebranche auf das Bankensystem übergreifen können.

Deshalb hält das GAO eine stärkere Aufsicht für notwendig. Da Banken und Krypto-Unternehmen immer enger miteinander verflochten sind, müssen Aufsichtsbehörden schneller eingreifen können, wenn Risiken entstehen.

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