Warum der Bitcoin-Kurs heute weiter fällt

2 Min. Lesedauer
26. März 2026, 22:12
Unsichere Krypto-Projekte erkennen: Warnsignale für Anleger
Foto: Nattakorn_Maneerat/Shutterstock

Bitcoin schwankt derzeit um die 69.000 Dollar. Innerhalb kurzer Zeit verlor die weltweit größte Kryptowährung 3.000 Dollar. Geopolitische Entwicklungen spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Bedrohung im Nahen Osten setzt Märkte unter Druck

Der Bitcoin-Kurs steht unter Druck, nachdem Berichte über eine mögliche Militäraktion der USA gegen Iran bekannt wurden. Der Kursrückgang von 72.000 auf 69.000 Dollar folgt auf einen Bericht von Axios. Darin heißt es, dass das Pentagon einen militärischen Notfallplan für eine mögliche Konfrontation mit Iran bereithalte.

Laut dem Bericht soll der Plan Präsident Trump zusätzliche Verhandlungsmacht verschaffen. Trump bezeichnet die iranischen Unterhändler als „seltsam" und behauptet, sie würden die USA „anflehen", einen Deal abzuschließen. Seine Warnung ist eindeutig:

„Werde schnell ernst, bevor es zu spät ist."

Die Spannungen beschränken sich nicht auf Krypto. Die Kriegsgefahr im Nahen Osten treibt auch die Energiepreise in die Höhe, was weltweit wirtschaftliche Folgen hat. So sind Öl und Gas seit Ende Februar durch Störungen in der Region deutlich teurer geworden.

Der Bitcoin-Kurs in den vergangenen 24 Stunden. Quelle: Coingecko.

Angriffsplan in vier Schritten

Der durchgesickerte Plan beschreibt eine Operation in vier Schritten, die als „Gnadenstoß" dienen soll. Der Angriff kombiniert Bodentruppen mit einem „massiven Bombenangriff" und zielt vor allem darauf ab, den iranischen Ölexport lahmzulegen.

Der erste Schritt ist eine Blockade oder Invasion der Insel Kharg, über die fast 90 Prozent des iranischen Rohöls verschifft werden. Danach folgen strategische Inseln wie Larak und Abu Musa an der Straße von Hormuz. Abschließend will die USA iranische Öltanker aufhalten.

Genau diese Region ist für die Weltwirtschaft von großer Bedeutung. Eine Störung der Ölversorgung über die Straße von Hormuz kann die Energiepreise weiter in die Höhe treiben und damit die Inflation anheizen.

Unruhe am Markt

Der Kursrückgang ist eine klassische Reaktion auf geopolitische Spannungen. Anleger verkaufen risikoreiche Assets wie Krypto und flüchten in sichere Häfen wie Gold oder Staatsanleihen.

Darüber hinaus spielen weitere Faktoren im Hintergrund eine Rolle. Höhere Energiepreise können die Inflation erneut anheizen und das Wirtschaftswachstum bremsen. In einem schwerwiegenden Szenario könnte die Inflation um fast drei Prozentpunkte steigen und das Wachstum spürbar verlangsamen.

Dieser makroökonomische Druck macht Bitcoin (BTC) anfälliger für Schwankungen – nicht nur durch kurzfristige Panik, sondern auch durch ein sich verschlechterndes wirtschaftliches Umfeld auf längere Sicht.

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