Russland will Bitcoin, Ethereum und Tether an Börsen zulassen

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Russland will Bitcoin, Ethereum und Tether an Börsen zulassen
Foto: Aynur Mammadov/Shutterstock

Russland macht einen wichtigen Schritt in Richtung eines offiziellen Kryptohandels. Die Zentralbank des Landes will drei große Kryptowährungen an anerkannten, regulierten Börsen zulassen.

Zusammengefasst:

  • Die russische Zentralbank schlägt vor, Bitcoin, Ethereum und Tether ab dem 1. September an offiziellen russischen Börsen handeln zu lassen.

  • Privatanleger müssen zunächst einen Test absolvieren und dürfen jährlich maximal umgerechnet 3.153 Euro pro Plattform investieren.

  • Dies ist ein bemerkenswerter Kurswechsel, denn bis vor Kurzem durften russische Privatanleger überhaupt keine Kryptowährungen besitzen oder damit handeln.

Russland legt Regeln für den Kryptohandel fest

Die russische Zentralbank schlägt vor, Anlegern ab dem 1. September den Handel mit Bitcoin, Ethereum und Tether an offiziell anerkannten russischen Börsen zu ermöglichen.

Dies baut auf einem Gesetz auf, das Präsident Putin bereits in diesem Monat unterzeichnete und mit dem der Kryptohandel in Russland formell legalisiert wird.

Sowohl private als auch professionelle Anleger müssen zunächst einen Test absolvieren, bevor sie mit diesen drei Kryptowährungen handeln dürfen. Nach Angaben der Zentralbank sind derzeit rund 98 Prozent aller Marktteilnehmer Privatanleger.

Einschränkungen und Bedingungen

Die drei Kryptowährungen dürfen künftig für grenzüberschreitende Zahlungen verwendet werden, bleiben jedoch als Zahlungsmittel innerhalb Russlands selbst verboten.

Die Zentralbank hat sich für Bitcoin, Ethereum und Tether entschieden, weil sie auf ausländischen Plattformen über eine Kurshistorie von mindestens fünf Jahren sowie eine hohe Liquidität und Marktkapitalisierung verfügen.

Privatanleger dürfen jährlich maximal 300.000 Rubel, umgerechnet etwa 3.153 Euro, pro Plattform investieren. Anerkannte, akkreditierte Anleger dürfen hingegen unbegrenzt mit jeder börsennotierten Kryptowährung handeln.

Bis zum 24. August kann die Öffentlichkeit noch Stellung zu dem Entwurf nehmen, bevor die Regeln am 1. September in Kraft treten.

Eine bemerkenswerte Kehrtwende

Dieser Schritt steht in deutlichem Gegensatz zur russischen Politik der vergangenen Jahre.

Zuvor galt, dass gewöhnliche russische Privatanleger keine Kryptowährungen besitzen oder damit handeln durften, während vor allem Unternehmen Kryptowährungen bereits nutzten, um internationale Sanktionen zu umgehen.

Mit diesem neuen Vorschlag erhalten russische Bürger erstmals offiziell Zugang zum Kryptomarkt.

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