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Tom Lee vom Analyseunternehmen Fundstrat beobachtet den Kryptomarkt seit Jahren genau. Er ist bekannt für seine markanten Prognosen, die oft tausende Reaktionen auslösen. Auch jetzt wagt der renommierte Marktkenner einen optimistischen Ausblick.
Seiner Ansicht nach ist es weiterhin möglich, dass Bitcoin (BTC) noch vor Ende 2025 über die Marke von 100.000 US-Dollar steigt.
Dieser Optimismus steht jedoch im starken Kontrast zu den Erfahrungen vieler Anleger derzeit. Der Kurs bewegt sich kaum, das Handelsvolumen bleibt niedrig, und verschiedene Indikatoren deuten auf eine nachlassende Marktstärke hin.
Trotzdem hält Lee an seiner früheren Prognose fest. Er räumt zwar ein, dass die aktuellen Rahmenbedingungen schwierig sind, sieht aber noch ein Szenario, in dem seine Vorhersage doch noch Wirklichkeit werden könnte.
Große Kapitalzuflüsse bleiben aus
Ein zentrales Hindernis ist das Verhalten institutioneller Investoren. Indikatoren, die messen, ob Kapital in den Markt ein- oder abfließt, zeigen seit Wochen ein schwaches Bild.
Selbst in Phasen leichter Kurserholungen blieb die Unterstützung durch große Marktteilnehmer aus. Derzeit werden Kursanstiege also vor allem von kleineren Akteuren und kurzfristigen Tradern getragen.
Ohne signifikanten Zufluss neuen Kapitals ist es schwierig, einen nachhaltigen Aufwärtstrend zu etablieren. Kurzfristige Erholungen können dann schnell wieder verpuffen – besonders, wenn das Marktumfeld fragil bleibt.
Langfristige Halter erhöhen den Verkaufsdruck
Auffälliger ist das Verhalten von Investoren, die ihre Bitcoins schon lange halten. Diese Gruppe ist bekannt dafür, erst spät zu verkaufen – in der Regel dann, wenn die Kurse bereits deutlich gestiegen sind.
Doch in letzter Zeit hat ihre Verkaufsaktivität spürbar zugenommen, wie Daten von Glassnode zeigen. Die Menge an Coins, die täglich von diesen Wallets auf den Markt gelangt, ist deutlich höher als noch vor einem Monat.
Dieser zusätzliche Verkaufsdruck trifft auf eine ohnehin schwache Kapitalzufuhr und erschwert eine überzeugende Kurssteigerung. Normalerweise gelten diese Langzeithalter als stabilisierender Faktor – doch momentan lösen sie sich teilweise von dieser Rolle.
Eine letzte Chance für Bitcoin: Short Squeeze könnte Kurs treiben
Trotz der schwierigen Lage sieht Tom Lee noch eine Möglichkeit für eine deutliche Kurserholung. Der Markt rechnet derzeit mit fallenden Preisen, viele Trader setzen auf weiter sinkende Kurse. Das macht die Lage anfällig für eine plötzliche Gegenbewegung.
Daten von Coinglass zeigen, dass zahlreiche Short-Positionen liquidiert werden müssten, falls der Kurs über die Marke von 81.000 Euro (rund 90.000 US-Dollar) ausbricht.
Das würde automatische Käufe auslösen – ein sogenannter Short Squeeze – und könnte die Kursrallye zusätzlich beschleunigen. Eine solche Kettenreaktion könnte den Bitcoin-Kurs in kurzer Zeit stark nach oben treiben, selbst ohne fundamentale Unterstützung.
Bleibt dieser Ausbruch jedoch aus, scheint das psychologische Ziel von 100.000 US-Dollar in diesem Jahr unerreichbar. Die kommenden Wochen werden daher weniger durch Überzeugung, sondern vielmehr durch Positionierung bestimmt.
Und wer dabei auf das falsche Szenario setzt, könnte am Ende unfreiwillig die Grundlage für Lees gewagten Optimismus liefern.
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