Foto: T. Schneider/Shutterstock
Wenn man an Bitcoin (BTC) denkt, hat man wahrscheinlich unsichtbares, digitales Geld im Kopf – irgendwo im Internet. Doch die Realität hinter der Kryptowährung ist überraschend physisch, industriell und gewaltig.
In diesem Artikel werfe ich einen Blick hinter die Kulissen der Corsicana-Facility des Unternehmens Riot Platforms in Texas. Diese Anlage soll zur größten Bitcoin-Mining-Farm der Welt werden – weit entfernt von einem gewöhnlichen Rechenzentrum.
Bitcoins werden „unter Wasser“ erzeugt
Vergessen sind blinkende Lichter und surrende Lüfter. Auf den Fotos sieht man stattdessen endlose Reihen grauer Kästen in einer riesigen Halle.

Normale Computer werden mit Luft gekühlt – doch bei dieser Dichte und Rechenleistung reicht das nicht aus. Riot setzt hier auf sogenannte Immersion Cooling, also Tauchkühlung. Die Chips sind vollständig in eine spezielle, ölähnliche Flüssigkeit eingetaucht.
Diese Flüssigkeit leitet keinen Strom, leitet aber Wärme viel effizienter ab als Luft. Die Computer arbeiten damit in einem Hightech-Aquarium – perfekt gekühlt und langlebiger.
Stromverbrauch wie 3 Millionen Haushalte
Der Maßstab dieser Anlage im Navarro County ist gigantisch. Ziel ist eine Kapazität von 1 Gigawatt – das entspricht der Leistung eines großen Atomkraftwerks.
Zum Vergleich: Ein europäischer Haushalt verbraucht im Schnitt etwa 3.300 kWh pro Jahr. Die Corsicana-Facility würde bei voller Kapazität so viel Strom benötigen wie über 3 Millionen europäische Haushalte.
Aktuell liegt die Leistung noch bei „nur“ 400 Megawatt.
Über 6 Bitcoins pro Tag
Das Bitcoin-Mining ist längst eine professionelle Industrie – mit potenziell enormen Erträgen. Die Maschinen lösen rund um die Uhr mathematische Rätsel, um neue Bitcoins zu erzeugen.
Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass die Corsicana-Anlage etwa 6,3 Bitcoins pro Tag produziert. Bei einem Kurs von ca. 80.000 € ergibt das einen Tagesumsatz von rund 500.000 Euro – und monatlich über 15 Millionen Euro.
Aber: Das ist nicht gleichbedeutend mit Gewinn. Die Rentabilität hängt fast ausschließlich von einem Faktor ab – dem Strompreis. Steigen die Kosten, schmilzt der Gewinn sofort dahin.
Deshalb siedeln sich Firmen wie Riot gezielt in Regionen wie Texas an, wo Strom besonders günstig ist. Solange der Wert der erzeugten Bitcoins die Stromkosten übersteigt, läuft die digitale Goldmine auf Hochtouren.
Zudem verfügen solche Unternehmen oft über komplexe Stromverträge, mit denen sie sogar Geld verdienen können – etwa, indem sie bei Stromengpässen den Betrieb kurzfristig herunterfahren.
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