Gino Presti Gino Presti
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Quantencomputer knackt Bitcoin – nur eine Frage der Zeit?

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kwantum computer in Nevada

Foto: Boykov/Shutterstock

Eine neue Studie sorgt für Unruhe in der Kryptowelt. Laut dem Forschungsinstitut Iceberg Quantum ist deutlich weniger Rechenleistung eines Quantencomputers nötig, um die Bitcoin-Sicherheit zu knacken, als bisher angenommen. Die neue Schätzung liegt erheblich unter früheren Prognosen.

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Kurz zusammengefasst

  • Neue Schätzung: Bereits 2026 könnten 100.000 Qubits ausreichen, um die aktuelle Kryptoverschlüsselung zu knacken.
  • Die benötigte Rechenleistung ist laut Schätzungen in 15 Jahren um das 10.000-Fache gesunken.
  • Der Chef der Kryptobörse Coinbase sieht derzeit keinen Grund zur Panik.

Unglaublich schnelle Entwicklung

Die Schätzung stammt vom Forschungsinstitut Iceberg Quantum. Das Institut gibt an, dass ein Quantencomputer mit rund 100.000 sogenannten Qubits im Jahr 2026 die am häufigsten verwendete Verschlüsselung (RSA-2048) knacken kann. Solche Algorithmen schützen derzeit viele digitale Systeme, darunter die Bitcoin (BTC)-Blockchain.

Die vom Forscher Dr. Hugh Bitt veröffentlichten Zahlen zeigen einen klaren Trend. Zum Vergleich: 2012 gingen Experten noch von einer Milliarde Qubits aus. 2019 sank diese Schätzung bereits auf 20 Millionen. Die neue Prognose von 100.000 Qubits zeigt, wie schnell sich die Entwicklung vollzieht.

Die Anzahl der benötigten Qubits, um den SHA-2048-Algorithmus zu knacken. Quelle:
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Dr. Hugh Bitt auf X.
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Was ist ein Quantencomputer und warum ist er so leistungsfähig?

Ein gewöhnlicher Computer arbeitet mit Bits. Ein Bit lässt sich wie ein Lichtschalter vorstellen: Er ist entweder an (1) oder aus (0). Ein Quantencomputer verwendet Qubits. Ein Qubit ist vielseitiger: Es verhält sich wie ein Dimmer, der gleichzeitig an, aus und alles dazwischen sein kann. Dadurch kann ein Quantencomputer weit mehr Berechnungen gleichzeitig durchführen als ein normaler Computer, der alles Schritt für Schritt abarbeitet.

Diese enorme Rechenleistung macht Quantencomputer extrem gut darin, komplexe Codes zu knacken – eine Aufgabe, für die normale Computer Milliarden von Jahren benötigen würden.

Die Gefahr liegt im exponentiellen Wachstum. Das bedeutet, dass die Entwicklung nicht linear verläuft, sondern sich stetig beschleunigt. Vergleichbar mit einem Schneeball, der einen Hügel hinunterrollt: Er beginnt klein, wird aber immer größer und schneller.

Experten gespalten: Panik oder Geduld?

Die neuen Zahlen lösen eine Debatte über die Dringlichkeit aus. Experten warnen, dass die Zeit drängt und die Bedrohung – angesichts des rasanten Rückgangs der benötigten Qubits – ernst genommen werden muss.

Andere mahnen zur Ruhe, darunter Brian Armstrong, der Chef der großen Kryptobörse Coinbase. In einem Interview mit CNBC erklärte er, „keinen Grund zur Beunruhigung“ zu sehen. Seiner Ansicht nach kann sich die Kryptowelt rechtzeitig an die neue Technologie anpassen.

Ein Wettlauf gegen die Zeit für Krypto

Es geht um einen Wettlauf gegen die Zeit. Können Netzwerke wie Bitcoin ihre Sicherheit aktualisieren, bevor Quantencomputer die aktuellen Codes knacken? Ein solches Update wird als quantenresistentes Upgrade bezeichnet.

Einige Projekte arbeiten bereits intensiv daran. Das Ethereum-Netzwerk, bekannt für den Krypto-Coin Ether, hat beispielsweise bereits den Umstieg auf quantenresistente Technologie eingeleitet.

Dr. Bitt schließt seinen Beitrag mit einer beunruhigenden Frage:

Die Frage ist nicht ob Quanten den aktuellen Kryptomarkt bricht, sondern ob deine Blockchain ein Upgrade erhält, bevor das passiert.

10.000-fache Abnahme der benötigten Qubits in 15 Jahren. Wie sehen die nächsten fünf Jahre aus?

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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