Gino Presti Gino Presti
3 min. Lesedauer

Kryptomarkt unter Druck: Billionen laufen ab

Warum zeigt sich der Kryptomarkt heute so unbeweglich?

Foto: tomeqs/Shutterstock

Freitag steht ein wichtiges Börsenereignis auf der Agenda: Quadruple Witching. Das klingt mysteriös, bedeutet aber schlicht, dass enorme Mengen an Finanzkontrakten gleichzeitig ablaufen. Es geht dabei um Billionen Euro.

Solche Momente sorgen oft für zusätzliche Volatilität auf dem Kryptomarkt. Und diese Unruhe bleibt nicht auf den Aktienmarkt beschränkt. Möglicherweise entsteht dadurch zusätzlicher Druck auf den Bitcoin-Kurs.

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Kurz zusammengefasst

  • Freitag ist Quadruple Witching: Kontrakte im Wert von Billionen Dollar laufen ab.
  • Bitcoin steht bereits unter Druck durch Geopolitik und Zinssorgen.
  • Die erwartete Volatilität von Bitcoin steigt weiter in Richtung des Ereignisses.

Was ist Quadruple Witching?

Quadruple Witching findet viermal im Jahr statt, jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember. Es folgt auf das Triple Witching.

An diesem Freitag laufen vier Arten von Derivaten gleichzeitig ab. Das sind Kontrakte, deren Wert von einem zugrunde liegenden Vermögenswert abhängt, etwa einer Aktie oder einem Index.

Beispiele für Derivate sind Optionen und Futures auf Aktien und Börsenindizes. Da diese Kontrakte ablaufen, müssen große Marktteilnehmer ihre Positionen schließen oder verlängern. Das sorgt für einen Anstieg im Handelsvolumen und oft unregelmäßige Kursbewegungen, besonders in der letzten Handelsstunde.

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Ein Ereignis in Billionenhöhe

Das Ausmaß ist enorm. Bei der Ausgabe im März letzten Jahres ging es um etwa 4,7 Billionen Dollar an Kontrakten. Der Handel am S&P 500 erreichte damals sogar das höchste Niveau des gesamten Jahres.

Die Märkte sind zudem bereits angespannt. Der sogenannte VIX-Index, der die erwartete Volatilität misst und daher auch als „Angstmesser“ bezeichnet wird, liegt nahe dem Jahreshöchststand. Das deutet auf zunehmende Unsicherheit unter Anlegern hin.

Bitcoin steht bereits unter Druck

Diese Unsicherheit zeigt sich nicht nur an der Börse. Bitcoin hat es derzeit bereits schwer durch steigende Spannungen im Nahen Osten und Sorgen um die Zinsentwicklung.

Durch die Eskalation in der Region ziehen sich Anleger aus risikoreichen Vermögenswerten wie Krypto zurück. Gleichzeitig sinkt die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen, was den Markt zusätzlich belastet.

Diese Entwicklung spiegelt sich im Kurs wider. Bitcoin verlor aktuell an Boden, nachdem geopolitische Spannungen zunahmen und Energiepreise stiegen. In solchen Situationen setzen Anleger häufiger auf Sicherheit und meiden Risiken.

Der Bitcoin-Kurs der vergangenen 7 Tage. Quelle: Coingecko.

Der Zusammenhang mit Quadruple Witching

Gerade weil Bitcoin bereits anfällig ist, trifft zusätzliche Unruhe aus den traditionellen Märkten oft härter. Bitcoin bewegt sich zunehmend im Gleichklang mit risikoreichen Anlagen wie Aktien.

Möglicherweise sorgt Quadruple Witching für einen Volatilitätsanstieg. Dieser Effekt scheint sich bereits abzuzeichnen: Der Index, der die erwartete Schwankungsbreite von Bitcoin misst, steigt in Richtung Freitag.

Historisches Muster für Bitcoin

Blickt man auf das vergangene Jahr, fällt etwas auf. Am Tag des Quadruple Witching selbst blieb Bitcoin oft relativ stabil. Danach folgte jedoch regelmäßig ein Rückgang.

Nach der Ausgabe im September fiel der Kurs in der darauffolgenden Woche beispielsweise deutlich. Auch nach März und Juni folgte einige Tage bis Wochen später ein Dip in Richtung eines vorübergehenden Tiefpunkts.

Und es kommt noch etwas hinzu: Ende März laufen auf der Kryptobörse Deribit ebenfalls große Mengen an Kontrakten ab. Diese haben einen Wert von 13,5 Milliarden Dollar. Möglicherweise verstärkt das die Volatilität auf dem Kryptomarkt, der bereits mit Unsicherheit durch Unruhen im Nahen Osten und Zweifeln an Zinssenkungen zu kämpfen hat.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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