Gino Presti Gino Presti
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Japanische Zinsen steigen auf Rekordhoch und bedrohen Bitcoin

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Japanische Behörden zögern mit Krypto-ETFs trotz weltweitem Vormarsch

Foto: Muhammad Alimaki/Shutterstock

Die Zinsen auf japanische Staatsanleihen sind stark gestiegen, nachdem die Bank of Japan (BoJ) im vergangenen Monat den Leitzins auf 0,75 Prozent angehoben hat. Das ist das höchste Niveau seit dreißig Jahren. Infolgedessen schossen auch die Marktzinsen in die Höhe.

Laut Zentralbankpräsident Kazuo Ueda sind weitere Zinserhöhungen möglich, solange sich das Wirtschaftswachstum und die Inflation weiter verbessern. Und das kann eine gigantische Bedrohung für den Bitcoin-Kurs darstellen.

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Besorgnis über Carry Trades

Der Zins auf zehnjährige japanische Staatsanleihen stieg über 2,1 Prozent, ein Niveau, das zuletzt 1999 erreicht wurde. Auch Zinsen auf sehr langfristige Anleihen steigen. Anleger machen sich Sorgen über die japanischen Staatsfinanzen, mit einem Rekordhaushalt von 122 Billionen Yen und einer Staatsverschuldung, die inzwischen mehr als 250 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beträgt.

Die Aufmerksamkeit internationaler Anleger richtet sich vor allem auf den sogenannten Yen-Carry-Trade. Jahrelang liehen sich Anleger günstig Yen, um dieses Geld in Risikoanlagen anderswo in der Welt zu investieren. Jetzt, da der japanische Zins steigt, wird diese Strategie weniger attraktiv.

Wenn Anleger ihre Positionen abbauen, kann das zu Kapitalströmen zurück nach Japan führen. Das kann nicht nur den Yen stärken, sondern auch für Druck auf die weltweiten Finanzmärkte sorgen. Bisher bleiben Signale von Panik aus: aktuelle Anleiheauktionen verliefen ordentlich und die Nachfrage blieb stabil.

Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?

Für den Bitcoin-Markt ist die Entwicklung in Japan relevant, aber indirekt. In der Vergangenheit sorgten schnelle Zinserhöhungen in Japan manchmal für Unruhe auf den weltweiten Märkten, weil Carry Trades abrupt zurückgedreht wurden. In solchen Phasen nimmt die Liquidität ab und geraten riskante Anlagen oft unter Druck, darunter Aktien und Bitcoin.

Gleichzeitig ist das Bild nicht eindeutig. Wenn höhere Zinsen zu Stress in traditionellen Märkten oder Zweifel an der Tragfähigkeit hoher Schulden führen, kann Bitcoin gerade als Alternative zum Finanzsystem profitieren. In früheren Perioden monetärer Unsicherheit fungierte Bitcoin manchmal als eine Form des Schutzes gegen politische Risiken und Währungsschwächung.

Entscheidend wird vor allem das Tempo weiterer Zinserhöhungen sein. Eine schrittweise Normalisierung ohne Schocks am Devisenmarkt wird wahrscheinlich wenig direkten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs haben. Eine plötzliche und scharfe Umkehr der Kapitalströme kann dagegen für mehr Volatilität sorgen, sowohl nach oben als auch nach unten.

Vorerst bleibt Japan damit ein wichtiger Faktor, den man im Auge behalten sollte, nicht nur für Anleiheanleger, sondern auch für diejenigen, die die breitere Dynamik rund um Bitcoin und weltweite Liquidität verfolgen.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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