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Am Mittwoch blickten Krypto-Investoren gespannt auf die neuen Zahlen zum US-Arbeitsmarkt. Händler rechneten mit erhöhter Volatilität, da solche Daten häufig direkte Auswirkungen auf Zinserwartungen haben.
Wenn Anleger davon ausgehen, dass die US-Notenbank die Zinsen länger hoch hält, verteuert sich die Kreditaufnahme und es fließt in der Regel weniger Kapital in risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen. Insofern war es keine Überraschung, dass der Kryptomarkt am Mittwoch angespannt abwartete.
Inzwischen sind die Zahlen veröffentlicht – und die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Bitcoin (BTC) und Altcoins gerieten nahezu unmittelbar in Bewegung.
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Starker Arbeitsmarkt überrascht Anleger
Aus dem jüngsten US-Arbeitsmarktbericht geht hervor, dass die Vereinigten Staaten im Januar 130.000 neue Stellen geschaffen haben – deutlich mehr als die erwarteten rund 70.000. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 4,3 Prozent.
Auf den ersten Blick klingt das nach positiven Wirtschaftsnachrichten. Für Anleger ist die Lage jedoch differenzierter. Ein starker Arbeitsmarkt bedeutet nämlich, dass die Federal Reserve weniger Druck hat, die Zinsen schnell zu senken.
Gerade die Hoffnung auf niedrigere Zinsen war in den vergangenen Monaten eine wichtige Stütze für risikoreiche Vermögenswerte wie Aktien und Kryptowährungen.
Mit anderen Worten: Gute Konjunkturdaten können für Märkte, die auf geldpolitische Lockerungen setzen, negativ sein.
Bitcoin gerät nach Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten unter Druck
Kurz nach der Veröffentlichung reagierte Bitcoin nahezu sofort. Der Kurs fiel um rund 3 Prozent, was einem Verlust von fast 2.000 Euro innerhalb kurzer Zeit entsprach. Bitcoin sank in Richtung 66.800 US-Dollar, während auch Ethereum (ETH) und andere große Altcoins ins Minus drehten.
Laut Analysten der Saxo Bank handelt es sich derzeit weniger um einen Abwärtstrend als um eine Konsolidierungsphase, also eine Seitwärtsbewegung:
„Das größere Bild zeigt vor allem eine Phase der Konsolidierung und noch keinen klaren Trend. Anleger warten auf mehr Klarheit in Bezug auf Inflation und Zinsen.“
Die Reaktion unterstreicht, wie sensibel der Kryptomarkt derzeit auf makroökonomische Nachrichten reagiert. Während Bitcoin in früheren Zyklen vor allem von internen Faktoren wie Halvings oder ETF-Meldungen beeinflusst wurde, spielt die Zinspolitik der US-Notenbank inzwischen eine dominante Rolle.

Weniger Spielraum für schnelle Zinssenkungen
Im Zentrum der Marktreaktion stehen die Zinserwartungen. Starke Arbeitsmarktdaten verringern die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve kurzfristig die Zinsen senkt.
Solange das Zinsniveau hoch bleibt, verteuern sich Kredite, und Verbraucher sowie Unternehmen halten eher Liquidität zurück. Dadurch fließt weniger Kapital in risikoreiche Anlagen wie Kryptowährungen.
Was bedeutet das für den Kryptomarkt in den kommenden Wochen?
Der Fokus richtet sich nun auf die nächsten Inflationsdaten sowie auf die kommende Fed-Sitzung im März. Sollte sich die Inflation als hartnäckig erweisen, könnte der Druck auf Risikomärkte weiter zunehmen. Fällt die Inflation hingegen niedriger aus als erwartet, könnte sich die Stimmung rasch drehen.
Auch die Veröffentlichung der US-CPI-Daten sorgt für erhöhte Spannung. Diese Kennzahl hat häufig direkten Einfluss auf die Zinserwartungen und damit auf die Kursbewegungen am Kryptomarkt.
Der Mittwoch hat erneut gezeigt, wie eng der Kryptomarkt inzwischen mit dem globalen Finanzsystem verflochten ist. Bitcoin bewegt sich nicht mehr isoliert, sondern reagiert zunehmend auf Zinserwartungen, Arbeitsmarktdaten und die Geldpolitik der Zentralbanken.
Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es sich lediglich um eine kurzfristige Schockreaktion handelte oder ob die wirtschaftliche Entwicklung den Kryptomarkt weiter unter Druck setzt.
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