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Vor einigen Tagen schien noch alles in bester Ordnung zu sein: Gold erreichte neue Rekordpreise, und auch Silberanleger hatten allen Grund zur Freude. Doch plötzlich hat sich das Blatt gewendet. Silber erlebte einen historischen Absturz – und riss Gold gleich mit nach unten.
Am 30. Januar erlebte der Silbermarkt seinen ganz eigenen „Black Friday“: An nur einem Tag stürzte das Edelmetall um 27 Prozent ab – der größte Tagesverlust aller Zeiten. Auch am darauffolgenden Montag gerieten sowohl Silber als auch Gold erneut stark unter Druck.
Silber fiel nach diesem historischen Schlag weiter in Richtung 80 US-Dollar pro Unze, während Gold nach einem Tagesverlust von über 9 Prozent ebenfalls weiter abrutschte. Der Markt spricht von einer massiven Verkaufswelle. Doch was steckt dahinter?
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Gold, Silber und die Rolle der Fed
In der vergangenen Woche schlug Präsident Trump den 55-jährigen Kevin Warsh als neuen Vorsitzenden der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) vor. Warsh ist in Finanzkreisen kein Unbekannter – zwischen 2006 und 2011 war er bereits Mitglied im Vorstand der Fed.
Die Nachricht über seine mögliche Ernennung hatte sofort Auswirkungen auf die Märkte. Anleger sehen in Warsh jemanden, der strikter gegen Inflation vorgehen und weniger schnell zu Zinssenkungen greifen würde.
Mit anderen Worten: Der Markt geht nun davon aus, dass die Zinsen länger hoch bleiben. Das verändert die Spielregeln fundamental.
Kevin Warsh selbst hat sich nicht besonders deutlich zu Bitcoin (BTC) geäußert. Allerdings sieht er die Kryptowährung als alternative Anlageklasse, die zum Teil aus Misstrauen gegenüber Zentralbanken entstanden ist.
Verkaufswelle bei Silber und Gold
Wenn die Zinsen hoch bleiben, wird Bargeld wieder zu einer rentablen Anlage. Gold und Silber bringen dagegen keine laufenden Erträge, da sie keine Zinsen abwerfen.
Glaubt der Markt, mit US-Dollar oder Staatsanleihen sicher Rendite erzielen zu können, verlieren Edelmetalle an Attraktivität – Investoren steigen schneller aus.
Händler reduzieren ihre Positionen und nehmen Gewinne mit. Diese Verkaufswelle verstärkt den Preisverfall zusätzlich. Wie im Kryptomarkt führen starke Kursverluste zur Zwangsliquidation gehebelter Positionen, was weiteren Verkaufsdruck erzeugt.

Auch diese Faktoren belasten Gold- und Silberpreise
Neben der Fed-Nominierung tragen auch folgende Entwicklungen zur Abwärtsbewegung bei:
1 – Steigende Zinserwartungen
Gold und Silber werfen keine Zinsen ab. Wenn der Markt davon ausgeht, dass die Fed die Zinsen länger hoch hält oder langsamer senkt, werden US-Dollar und Anleihen attraktiver. Das verringert die Nachfrage nach „sicheren Häfen“ wie Edelmetallen.
2 – Stärkerer US-Dollar
Edelmetalle werden in US-Dollar gehandelt. Wird der Dollar stärker, verteuern sich Gold und Silber für Käufer außerhalb der USA. Das bremst die Nachfrage und erhöht den Druck auf die Preise zusätzlich.
Kryptoinvestoren erkennen dieses Muster: Wenn der Markt in Panik gerät, brechen nicht nur Altcoins ein, sondern auch „sichere Häfen“ wie Gold und Silber. Bei negativem Sentiment fallen Kurse oft schnell und heftig – genau das lässt sich aktuell bei den Edelmetallen beobachten.
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