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So machte ein Krypto-Händler einen Fehler von 44 Millionen Euro

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So machte ein Krypto-Händler einen Fehler von 44 Millionen Euro

Foto: Vershinin89/Shutterstock

Durch einen schmerzhaften Fehler verlor ein Krypto-Händler kürzlich 44 Millionen Euro bei der Durchführung einer einzigen Transaktion auf der Krypto-Plattform Aave. Inzwischen ist klarer, was genau schiefgelaufen ist.

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Von 44 Millionen auf 31.700 Euro

Am 12. März wollte ein Nutzer über die Decentralized-Finance-(DeFi)-Plattform Aave eine große Transaktion durchführen. Der Nutzer wollte Kryptowährungen im Wert von 44 Millionen Euro in eine andere Kryptowährung tauschen. Dies wird auch als „Swap“ bezeichnet.

Die Transaktion lief über den externen Tauschdienst CoW Swap. Da es zu diesem Zeitpunkt zu wenige Käufer für einen so großen Betrag gab, fiel der Deal extrem ungünstig aus.

Von den eingesetzten 44 Millionen Euro erhielt der Nutzer daher nur 31.700 Euro in Kryptowährungen zurück.

Nutzer ignorierte bewusst Warnungen

Laut Aave wurde der Nutzer ausdrücklich vom System gewarnt. Auf dem Bildschirm wurde ein „Price Impact“ von 99,9 Prozent angezeigt. Das ist ein Signal dafür, dass der Wert durch die Transaktion selbst nahezu vollständig verloren gehen würde, da die Order zu groß für den damaligen Markt war.

Um die Transaktion dennoch fortzusetzen, musste der Nutzer manuell ein Kästchen mit dem Text anklicken:

„Ich bestätige die Transaktion mit einem potenziellen Wertverlust von 100 Prozent.“

Aus den Protokollen von Aave geht hervor, dass der Nutzer dies bewusst über ein mobiles Gerät getan hat.

Warum sich der Nutzer dennoch bewusst dafür entschieden hat, die Transaktion durchzuführen, ist unklar. Es könnte beispielsweise mit fehlendem Wissen darüber zusammenhängen, wie eine solche Transaktion genau funktioniert.

Das Schmerzliche an Krypto ist, dass ein Fehler oft unumkehrbar ist. Sobald die Transaktion abgeschlossen ist, wird sie auf der Blockchain festgehalten und kann nicht mehr rückgängig gemacht werden.

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Aave greift mit neuer Sicherheitsfunktion ein

Aave betont, dass sein Kernprotokoll für das Verleihen und Ausleihen niemals in Gefahr war. Der Fehler lag nicht in der Technik.

„Es liegt kein Protokollfehler oder böswillige Absicht vor. Die Transaktion wurde genau so ausgeführt, wie der Nutzer sie eingegeben hat“, bestätigt Partner CoW Swap.

Dennoch ergreift Aave nun Maßnahmen, um Nutzer besser zu schützen. Es wird „Aave Shield“ eingeführt, eine neue Funktion, die Transaktionen mit einem „Price Impact“ von mehr als 25 Prozent standardmäßig blockiert.

Wer eine solche risikoreiche Transaktion dennoch durchführen möchte, muss diese Sicherheitsfunktion zunächst bewusst deaktivieren.

Auch die Transaktionskosten fielen extrem hoch aus, nämlich über 95.700 Euro. Diese wurden von Aave separat zurückgelegt. Die Plattform erstattet diesen Betrag dem Nutzer, sofern er Kontakt aufnimmt und sich identifizieren kann. Bislang hat sich die betreffende Person jedoch noch nicht gemeldet.

Leider kommt es häufiger vor, dass Krypto-Händler durch Fehler oder Angriffe von böswilligen Akteuren Geld verlieren. Für Krypto-Besitzer kann es daher wertvoll sein, sich darüber zu informieren, wie Kryptowährungen sicher aufbewahrt werden können.

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Über den Autor:
Amal Bell

Amal Bell schreibt seit Februar 2024 für Crypto Insiders. Ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain-Technologie wurde durch die tiefgehende Transparenz und das Potenzial für Dezentralisierung inspiriert. Sie spezialisiert sich auf das Management von Mining-Nodes, Investitionen und das Schreiben von Smart Contracts. Amal glaubt fest an eine vielversprechende Zukunft für Kryptowährungen und Blockchain, die Innovation und breitere Akzeptanz bringen werden.

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