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Betrüger im Kryptobereich werden immer raffinierter. Es bleibt nicht bei simplen Maschen – kriminelle Netzwerke agieren zunehmend organisiert und nutzen moderne Technologien, um sich als reale Personen oder Unternehmen auszugeben.
Viele Opfer erkennen den Betrug erst spät. Der Schaden wächst rasant. Forscher sprechen inzwischen von Diebstahl im industriellen Maßstab.
KI macht Krypto-Betrug größer und glaubwürdiger
Das Analyseunternehmen TRM Labs veröffentlichte diese Woche einen neuen Bericht zur Kryptokriminalität. Die Firma untersucht Transaktionen auf der Blockchain und versucht so, Betrugsfälle aufzudecken.
Laut dem Bericht wurden im vergangenen Jahr weltweit rund 35 Milliarden US-Dollar an Krypto-Vermögen an betrügerische Adressen gesendet – das entspricht etwa 32 Milliarden Euro.
Künstliche Intelligenz spielt dabei eine immer größere Rolle. Betrüger setzen Software ein, die automatisch Nachrichten verschickt und Gespräche führt. Diese wirken oft persönlich und überzeugend – der Betrug erscheint echt.
Auch visuelle und akustische Inhalte kommen verstärkt zum Einsatz. Betrüger nutzen gefälschte Videos und nachgemachte Stimmen, um sich als bekannte Personen oder Mitarbeitende echter Unternehmen auszugeben.
Selbst Personen, die über diese Betrugsmaschen informiert sind, lassen sich gelegentlich täuschen.
Mehrstufige Betrugsmodelle
TRM Labs beobachtet, dass Betrugsversuche zunehmend aus mehreren Schritten bestehen. Oft beginnt es mit einem persönlichen Gespräch, um Vertrauen aufzubauen.
Anschließend wird eine gefälschte Investitionsmöglichkeit präsentiert. Später fordern die Täter Geld für angebliche Steuern oder andere Gebühren.
Diese Methode funktioniert, weil Opfer schrittweise hineingezogen werden. Jeder weitere Schritt erscheint logisch auf Basis der vorangegangenen Kommunikation. So steigt der Druck unmerklich an.
TRM Labs berichtet zudem, dass viele Betrüger inzwischen wie Unternehmen arbeiten. Die Aufgaben sind aufgeteilt, Abläufe standardisiert.
Einige Netzwerke verkaufen sogar Tools an andere Kriminelle – etwa Software für automatisierte Nachrichten oder Datenbanken mit gestohlenen Informationen.
Wachsamkeit ist entscheidend
Gerade deshalb ist erhöhte Wachsamkeit gefragt. Für Anleger ist es entscheidend, diese neuen Betrugsformen frühzeitig zu erkennen. Seien Sie besonders vorsichtig bei unerwarteten Nachrichten zu Investitionen.
Geben Sie niemals persönliche Codes, Passwörter oder Private Keys weiter. Überprüfen Sie immer, wer Kontakt aufnimmt – auch wenn die Nachricht vertrauenswürdig wirkt. Im Zweifel: Abstand nehmen und selbst recherchieren.
Erst kürzlich sorgte ein Datenleck dafür, dass Passwörter von Millionen Menschen im Umlauf waren.
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