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Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das letzte Mal mit so vielen Risiken und offenen Fragen in eine Woche gestartet sind wie jetzt. Der Konflikt zwischen Donald Trump und Jerome Powell hat sich längst von einem politischen Streit zu einer wirtschaftlichen Belastungsprobe entwickelt.
Und genau jetzt prallen politische Machtspiele, juristische Entscheidungen und wirtschaftliche Fakten aufeinander – ohne Sicherheitsnetz.
⚡️ Key Economic Events This Week:
Monday – Market response to Trump’s 10% credit card rate cap proposal
Tuesday – December CPI Inflation data, October New Home Sales data
Wednesday – November PPI Inflation data, US Supreme Court Tariff Ruling Expected
Thursday – January… pic.twitter.com/aIV6zHlLq8
— Cointelegraph (@Cointelegraph) January 12, 2026
Trumps Vorschlag sorgt für erste Schockwellen
Gleich zu Wochenbeginn trifft uns der erste Paukenschlag: Trumps Plan, Kreditkartenzinsen auf 10 % zu deckeln, wird von den Märkten nicht als soziale Maßnahme gefeiert, sondern als radikaler Eingriff in den Finanzsektor wahrgenommen.
Ich sehe hier eine gefährliche Dynamik. Banken stehen unter Druck, und der Vorschlag bringt nicht nur politische Brisanz, sondern könnte auch strukturelle Folgen für die Kreditvergabe und Konsumausgaben haben.
Die Inflation wird zur Richterin der Geldpolitik
Am Dienstag und Mittwoch richten sich alle Blicke auf die Inflationsdaten: Zuerst der CPI (Verbraucherpreise), dann der PPI (Erzeugerpreise). Für mich sind das die wahren Prüfsteine dieser Woche. Sollte die Inflation wieder anziehen, wäre das eine Bestätigung für Powells vorsichtige Haltung.
Doch genau das würde den Konflikt mit dem Weißen Haus weiter anheizen. Denn Trump braucht Zinssenkungen, um sein wirtschaftspolitisches Narrativ am Leben zu halten – gerade mit Blick auf die kommenden Wahlen.
Am Mittwoch folgt dann das vielleicht wichtigste Ereignis: das Urteil des Supreme Court zu den Zöllen. Für mich geht es hier um mehr als nur Handelsfragen. Es geht darum, ob ein Präsident wirtschaftspolitisch frei handeln kann – oder ob ihm juristische Grenzen gesetzt sind.
Das Urteil könnte ein Präzedenzfall werden und über Jahre hinweg definieren, wie weit ein Präsident wirtschaftlich durchregieren darf.
Industriezahlen liefern den Realitätscheck
Am Donnerstag liefert uns der Philly Fed Index einen Einblick in die Lage der US-Industrie. Gerade in einem Umfeld, in dem so viele politische Vorschläge im Raum stehen, zeigt uns dieser Wert, wie die Realwirtschaft tatsächlich tickt. Bleibt sie stabil, gibt es zumindest kurzfristig Rückenwind.
Sollte sie schwächeln, wird der politische Druck auf die Fed und das Weiße Haus noch weiter steigen.
Diese Woche zwingt uns, Fakten über Spekulation zu stellen. Wir können uns nicht länger auf Meinungen und politische Rhetorik verlassen – jetzt zählen Daten, Urteile und reale Entwicklungen.
Bis Freitag wissen wir mehr: Ob Trumps Politik rechtlich Bestand hat, ob Powells Kurs durch die Inflation bestätigt wird – und ob die Märkte bereit sind, all das zu verdauen.
Ich bin gespannt – und ehrlich gesagt auch ein wenig angespannt.
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