Foto: MissCrypto / YouTube
Polygon hat sich in den letzten Jahren weit über seine ursprüngliche Rolle als Ethereum (ETH)-Skalierungslösung hinausentwickelt.
Mit namhaften Partnern wie Google, Revolut und der Prognoseplattform Polymarket demonstriert das Netzwerk eindrucksvoll, wie Blockchain-Technologie reale Vermögenswerte in Milliardenhöhe effizient und sicher transferieren kann.
Die Polygon-Plattform bietet sekundenschnelle Transaktionen bei minimalen Kosten und versteht sich heute als zentrales Bindeglied für ein Netzwerk spezialisierter Blockchains.
Anfang 2026 veröffentlichten Gründer Sandeep Nailwal und CEO Marc Boiron ein neues Vision Paper: den Open Money Stack (OMS) – ein „offener Geldbaukasten“, der das globale Finanzsystem grundlegend neu denken will.
Das Problem des heutigen Geldverkehrs
Obwohl Blockchain-Technologie als Basis für transparente und sichere Transaktionen gilt, wird sie heute oft nur als Zwischenstation genutzt. Geld wird zwar on-chain übertragen, kehrt jedoch meist schnell wieder ins traditionelle Bankensystem zurück – ein ineffizienter Umweg.
Polygon setzt sich mit dem OMS zum Ziel, diesen Zustand zu beenden und Geld dauerhaft auf der Blockchain zu halten.
Die Vision: Geld soll sich künftig ebenso frei und global bewegen lassen wie Informationen im Internet – vergleichbar mit dem TCP/IP-Protokoll der digitalen Kommunikation.
Dazu werden aktuell zentrale Infrastrukturen aufgebaut, u. a. durch die Übernahme der Wallet-Lösung Sequence und des regulierten US-Kryptodienstleisters Coinme.
Die vier Säulen des Open Money Stack
Der OMS basiert auf vier grundlegenden Eigenschaften:
- Unsichtbare Interoperabilität: Der Aggregation Layer von Polygon verbindet verschiedene Layer-2-Blockchains nahtlos. Für Nutzer wirkt es, als interagierten sie mit nur einer einzigen Kette – ein echter Durchbruch für Benutzerfreundlichkeit und Skalierbarkeit.
- Währungsentkopplung und sofortige Abwicklung: Der Sender kann beispielsweise Euro senden, während der Empfänger gleichzeitig nigerianische Naira empfängt – ohne Zeitverzögerung, Wechselkursprobleme oder manuelle Umrechnungen. Unterstützt werden dabei sowohl Stablecoins als auch tokenisierte Bankeinlagen.
- Onchain-Erträge als Standard: Kapital auf der Blockchain bleibt nicht ungenutzt. Durch native Integration von Renditemodellen (z. B. über DeFi) kann Geld produktiv arbeiten – sogar während es „geparkt“ ist.
- Kompatibilität mit KI-Agenten: Künftig sollen autonome Softwareagenten wie der beispielhafte Bot „Money“ Finanzprozesse automatisiert steuern – von der Rechnungsvorbereitung bis zur Investitionsentscheidung. Damit eröffnet sich ein völlig neues Feld programmierbarer Finanzen.
Der technische Aufbau des OMS
Der Open Money Stack ist ein vertikal aufgebautes System mit mehreren Schichten:
- Blockchain-Rails bilden die technische Basis mit skalierbaren Chains wie Polygon PoS, zkEVM oder CDK-basierten Appchains.
- Payments Network regelt den Übergang zwischen Blockchain- und Bankensystem, inklusive Compliance, Identität und Stablecoin-Liquidität.
- Financial Services wie Swaps, Treasury-Management, Devisenhandel und Rendite-Modelle werden über APIs und KI gesteuert.
- Applications bilden die Benutzerschnittstelle, etwa in Form von Wallets, Neobanking-Apps oder internationalen Zahlungsdiensten.
Zusätzlich spielt Wallet-Infrastruktur eine zentrale Rolle. Durch „Account Abstraction“ wird etwa die Wiederherstellung verlorener Wallets vereinfacht oder die automatische Zahlung von Transaktionsgebühren ermöglicht.
Polygon verfolgt mit dem OMS eine ambitionierte Vision: Geld soll vollständig digital, global verfügbar, programmierbar und jederzeit einsetzbar sein.
Der Open Money Stack liefert hierfür eine umfassende technische Grundlage, deren Bausteine bereits heute entwickelt oder in Anwendung sind. Damit positioniert sich Polygon als eine der führenden Plattformen für die Finanzinfrastruktur der kommenden Jahrzehnte.
Schau rein auf meinem YouTube-Kanal, wenn du mehr über Polygon, den Open Money Stack und die Zukunft von Onchain-Geld erfahren willst – verständlich erklärt, immer aktuell und ohne Hype.
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