Foto: Jaytrading / YouTube
In den letzten Wochen höre ich immer häufiger die Frage: Steht uns 2026 ein richtig heftiger Crash bevor? Und mit „heftig“ meine ich keinen kleinen Rücksetzer von zehn Prozent, sondern eine echte Marktbereinigung.
Wenn ich mir die großen Indizes wie den S&P 500 oder den Nasdaq anschaue, dann sehe ich vor allem eines: Seit dem Tief nach der Finanzkrise 2009 laufen die Märkte nahezu ununterbrochen nach oben. Wir sprechen hier von rund 16 Jahren übergeordnetem Bullenmarkt.
Das erinnert mich stark an die 90er-Jahre-Rally bis zum Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000. Natürlich sind die Rahmenbedingungen heute andere – Stichwort Geldpolitik und Liquidität seit der Corona-Zeit – aber die Frage bleibt: Kann es wirklich immer so weitergehen?
Zehn oder zwanzig Jahre steigende Kurse ohne längere Schwächephase halte ich langfristig für unrealistisch.
Warren Buffett verkauft massiv
Ein weiterer Punkt, der mich nachdenklich stimmt, ist das Verhalten von Warren Buffett beziehungsweise Berkshire Hathaway. Im letzten Quartal wurden massive Aktienverkäufe gemeldet – in Milliardenhöhe.
Besonders auffällig: Amazon. Hier wurde ein Großteil der Position deutlich reduziert. Auch bei Apple hat Buffett weiter Anteile abgestoßen. Natürlich liegt selbst ein Star-Investor nicht immer richtig. Dennoch ist es bemerkenswert, wenn jemand mit dieser Erfahrung in einem Umfeld nahe Allzeithochs Kasse macht.
Für mich ist das zumindest ein Indiz, dass große Marktteilnehmer vorsichtiger werden und sich Liquidität sichern, um auf mögliche Rücksetzer vorbereitet zu sein.
Ich selbst habe deshalb begonnen, mein Portfolio defensiver auszurichten. Unter anderem halte ich mehr Cash und arbeite mit gezielten Short-Hedges, etwa bei ausgewählten Tech-Werten. Nicht, weil ich den Weltuntergang erwarte – sondern weil ich vorbereitet sein möchte, falls die Märkte deutlicher korrigieren.
Überbewertung bei KI- und Tech-Aktien?
Wenn ich mir viele Aktien im KI-, Tech- oder Energiesektor anschaue, sehe ich Bewertungen, die zumindest ambitioniert sind. Titel wie Microsoft, Nvidia oder Palantir notieren nahe ihrer Hochs oder kamen lange Zeit kaum zurück. Selbst nach ersten Korrekturen sprechen wir teilweise noch nicht von echten Schnäppchen.
Eine 30- oder 40-prozentige Korrektur bei einem Schwergewicht wie Microsoft wäre historisch nichts Ungewöhnliches – würde sich für viele Anleger aber bereits wie ein Crash anfühlen.
Und genau das darf man nicht unterschätzen: Bei diesen Marktkapitalisierungen bedeuten zweistellige prozentuale Verluste enorme Kapitalabflüsse.
Auch im Kryptobereich sehe ich aktuell keine klare Unterbewertung. Bitcoin (BTC) hat zwar bereits deutlicher korrigiert, bewegt sich für mich aber eher im fair bewerteten Bereich als in einem klaren Discount.
Von echten Ausverkaufspreisen, wie wir sie in früheren Bärenmärkten gesehen haben, sind wir noch entfernt.
Geduld als wichtigste Strategie
Was bedeutet das konkret für mich? Ich verfalle nicht in Panik, aber ich werde vorsichtiger. Meine Sparpläne laufen weiter, doch ich investiere nicht aggressiv nach. Stattdessen halte ich bewusst Liquidität zurück.
Denn die größten Chancen entstehen erfahrungsgemäß nicht in Euphoriephasen, sondern in Zeiten von Angst und Unsicherheit.
Sollte 2026 tatsächlich zu einem Jahr der stärkeren Korrektur oder sogar zu einem ausgeprägten Bärenmarkt werden, dann möchte ich vorbereitet sein. Große Vermögen entstehen selten am Hoch – sie entstehen in Phasen, in denen Qualitätstitel deutlich günstiger zu haben sind.
Ob der Crash wirklich kommt, wann er kommt und wie stark er ausfällt, kann niemand mit Sicherheit sagen. Aber nach 16 Jahren Bullenmarkt halte ich es für fahrlässig, dieses Szenario komplett auszublenden.
Für mich heißt die Devise deshalb: beobachten, absichern, Cash aufbauen – und geduldig auf echte Chancen warten.
Um keine Marktanalysen und Updates zum möglichen Crash 2026 zu verpassen, schau auf meinem YouTube-Kanal vorbei.
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