Stephanie Morgenroth Stephanie Morgenroth
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KI trifft Blockchain: Der Beginn einer neuen digitalen Ära

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Foto: MissCrypto / YouTube

Lange Zeit habe ich Künstliche Intelligenz und Blockchain als zwei getrennte Welten betrachtet. Auf der einen Seite die datengetriebene, lernende KI – auf der anderen Seite die dezentrale, unveränderliche Blockchain.

Doch im Gespräch mit Andre Liesenfeld, AI- und Web3-Transformationsexperte bei Microsoft, wurde mir klar: Die wirkliche Revolution entsteht erst, wenn beide Technologien zusammenfinden.

Andrej bringt über 30 Jahre Erfahrung aus der Techbranche mit. Für mich war besonders spannend, wie klar er die aktuelle KI-Debatte einordnet. Viele sprechen von einer KI-Blase. Er sieht das anders:

„Wir befinden uns nicht in einer KI-Blase, sondern in einer Infrastrukturphase – vergleichbar mit dem Internet um die Jahrtausendwende. Viele Projekte werden verschwinden, aber die, die bleiben, werden die Giganten von morgen sein.“

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Platzt die KI-Blase oder beginnt gerade erst der Aufbau?

Ich habe ihn gefragt, wann sich die massiven Investitionen in KI endlich rechnen. Seine Antwort war differenziert: Der Return on Investment ist in Teilen bereits sichtbar – etwa in Industrie, Pharma oder Automobilsektor. Doch viele Erwartungen waren schlicht zu kurzfristig.

Für mich ergibt das Sinn. Infrastruktur braucht Zeit. Rechenzentren, Datenpipelines, Modelle, Integration in Unternehmensprozesse – all das ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Die Ernüchterung, die wir aktuell sehen, erinnert stark an frühere Technologiezyklen. Aber eine Blase? Das sieht Andrej nicht.

Gerade im Kryptobereich beobachte ich allerdings viele sogenannte „KI-Coins“, die eher Marketing als Substanz sind. Laut seiner Einschätzung sind rund 90 % dieser Projekte ohne echte Utility.

Entscheidend sei immer die Frage: Brauche ich wirklich einen Token für diesen Anwendungsfall – oder klebe ich nur das Label „AI“ drauf?

Autonome KI-Agenten verändern Prozesse

Besonders fasziniert hat mich das Thema autonome KI-Agenten. Der Unterschied zu Chatbots wie ChatGPT ist fundamental. Ein Chatbot antwortet. Ein KI-Agent handelt.

Ein Agent kann E-Mails analysieren, Kundendaten prüfen, Bestellungen auslösen, Lieferketten anstoßen – und das vollautomatisch. Mehrere Agenten können dabei zusammenarbeiten. Das passiert bereits heute in Unternehmen, meist noch offchain, also außerhalb der Blockchain.

Die Vision geht jedoch weiter: KI-Agenten mit eigenen Wallets, die untereinander Zahlungen abwickeln, etwa über Stablecoins. Noch sind wir nicht flächendeckend dort, aber die Entwicklung läuft.

Für mich fühlt sich das wie der Beginn einer autonomen Agenten-Ökonomie an – eine parallele Wertschöpfungsschicht über unserer realen Wirtschaft.

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Blockchain als Layer of Trust

Hier kommt die Blockchain ins Spiel. Andrej beschreibt sie nicht als Rechenmaschine für KI, sondern als „Layer of Trust“. Ein unveränderliches Protokoll für Input, Modellparameter und Output.

Die Idee: Prompts, Modellkonfigurationen und Ergebnisse werden gehasht und auf der Blockchain gespeichert. Dadurch entsteht Auditierbarkeit. Wenn sich Ergebnisse plötzlich stark verändern, kann nachvollzogen werden, ob sich Eingabe, Modell oder Parameter geändert haben.

Für mich ist das besonders relevant im Kampf gegen Deepfakes und Manipulation. Wenn wir KI-Ergebnisse verifizieren können, schaffen wir Transparenz und Vertrauen. Genau hier sehe ich einen echten Mehrwert für Web3 – jenseits von Spekulation.

Unsere Rolle in einer KI-getriebenen Wirtschaft

Die vielleicht größte Frage bleibt: Was bedeutet das für uns Menschen?

Andrej sieht keinen vollständigen Ersatz, sondern eine Transformation:

„KI wird den Menschen nicht vollständig ersetzen, sondern Arbeit transformieren. So wie das Internet neue Berufe geschaffen hat, entstehen auch durch KI neue Rollen – insbesondere in Governance, Compliance sowie bei der Definition von Regeln und Zielsystemen.“

Ich nehme aus dem Gespräch mit: 2026 wird ein Schlüsseljahr. Wir werden erste ernsthafte Projekte sehen, in denen KI und Blockchain produktiv zusammenarbeiten. Vielleicht noch nicht in voller Skalierung, aber mit echtem wirtschaftlichem Nutzen.

Für mich ist klar: Die Kombination aus KI als Produktivitätsmotor und Blockchain als Vertrauensschicht könnte eines der stärksten technologischen Duos der kommenden Dekade werden.

Wenn dich KI, Blockchain und die Zukunft von Web3 interessieren, dann schau auf meinem YouTube-Kanal vorbei – dort gehe ich noch tiefer ins Detail.

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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