Stephanie Morgenroth Stephanie Morgenroth
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Crash oder Kaufchance? Bitcoin rutscht unter 70k

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Foto: MissCrypto / YouTube

Bitcoin (BTC) ist unter die Marke von 70.000 US-Dollar gefallen, zeitweise sogar bis in den Bereich um 66.800 US-Dollar. Die Stimmung am Markt ist angespannt, teilweise von extremer Angst geprägt.

In diesem Artikel ordne ich die aktuelle Situation nüchtern ein, erkläre, warum es zu diesem Abverkauf gekommen ist und wie ich persönlich mit dieser Phase umgehe.

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Risk-Off-Modus: Warum gerade alles gleichzeitig fällt

Was wir aktuell sehen, ist kein isolierter Krypto-Crash. Es handelt sich um einen marktübergreifenden Risk-Off-Move. Neben Bitcoin stehen auch Altcoins, Tech-Aktien, Edelmetalle und andere Anlageklassen unter Druck.

Institutionelle Investoren bauen Risiken ab – nicht aus Panik, sondern aus Kalkül.

Geopolitische Spannungen, Unsicherheit in der Zinspolitik und steigende Renditen bei Staatsanleihen sorgen dafür, dass Kapital aus volatilen Assets abgezogen wird.

Bitcoin und der Kryptomarkt gelten für viele Großinvestoren weiterhin als High-Beta-Assets. In solchen Phasen werden sie zuerst reduziert.

Hinzu kommen algorithmischer Handel und Liquidationskaskaden. In den letzten 24 Stunden wurden über 300.000 Trader liquidiert, vor allem Long-Positionen.

Das Volumen lag bei rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Diese Zwangsliquidationen beschleunigen Abwärtsbewegungen massiv – besonders bei ohnehin dünner Liquidität.

Technische Einordnung: Korrektur ja – Kollaps nein

So beängstigend die Geschwindigkeit des Abverkaufs auch ist, technisch betrachtet bewegt sich Bitcoin weiterhin innerhalb einer nachvollziehbaren Korrekturstruktur.

Aus Sicht der Fibonacci-Analyse und der Elliott-Wellen befinden wir uns in einer zweiten Abwärtswelle nach dem Hoch vom Herbst.

Der aktuelle Zielbereich dieser Korrektur liegt grob zwischen 70.000 und 57.000 US-Dollar. In genau diesen Bereich sind wir nun hineingelaufen. Das erklärt auch, warum der Abverkauf so schnell ging.

Der Markt ist zuvor sehr dynamisch gestiegen und hat dabei sogenannte Volumen-Gaps hinterlassen – Preisbereiche, in denen kaum gehandelt wurde.

Solche Zonen wirken im Abverkauf wie ein Vakuum. Der Kurs fällt schnell durch, bis wieder nennenswerte Handelsaktivität aufkommt.

Genau hier entscheidet sich nun, ob Bitcoin einen temporären Boden findet oder ob wir noch eine Etage tiefer rutschen, möglicherweise sogar in Richtung 42.000 US-Dollar. Beides sind valide Szenarien – und genau deshalb ist Flexibilität so wichtig.

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Sentiment, On-Chain-Daten und mein persönlicher Umgang

Auch on-chain sehen wir aktuell keine klare Käuferdominanz. Viele Marktteilnehmer sitzen nahe an ihrem Einstandspreis. Die NUPL-Daten zeigen, dass viele überlegen, bei einem weiteren Rückgang zu verkaufen, um nicht ins Minus zu rutschen. Das erzeugt zusätzlichen Druck.

Gleichzeitig sind wir vom Sentiment her klar im Angstbereich. Historisch betrachtet entstehen genau hier oft wichtige Wendepunkte – nicht zwingend der finale Boden, aber zumindest kurzfristige Erholungen.

Ich persönlich halte aktuell einen Großteil meiner Liquidität zurück. Ich bin nicht panisch, aber vorsichtig. Ich beobachte den Markt, analysiere Szenarien und vermeide Schnellschüsse.

Hebeltrading lasse ich in dieser Phase komplett außen vor. Sollte sich der Markt stabilisieren und Volumen in die entsprechenden Zonen zurückkehren, können sich Chancen ergeben – aber nur mit klarem Risikomanagement.

Keine Panik – klare Analyse: Auf meinem YouTube-Kanal zeige ich dir, wie ich durch volatile Phasen navigiere. Jetzt reinschauen & dazulernen!

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Über den Autor:
Stephanie Morgenroth

Dr. Stephanie Morgenroth ist seit Juli 2024 Autorin bei Crypto Insiders. Ursprünglich absolvierte sie ein Medizinstudium und promovierte in diesem Fachbereich. Während ihrer Tätigkeit als Therapeutin entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Vermitteln von Wissen. 2020 stieß sie auf Kryptowährungen und Blockchain-Technologie und gründete 2021 den YouTube-Kanal „MissCrypto“, um ihr Wissen zu teilen. Ihre Expertise liegt in den Bereichen Kryptowährungen, Blockchain, Finanzen und Web3. Stephanie ist regelmäßige Sprecherin auf Konferenzen und eine gefragte Ansprechpartnerin für deutsche Medien.

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