PJ McDonnell / Shutterstock.com
Die US-Börse Nasdaq will gemeinsam mit der Kryptobörse Kraken traditionelle Aktien als digitale Tokens ausgeben. Dafür entwickeln die Unternehmen ein System, das eine Brücke zwischen klassischem Börsenhandel und der Blockchain-Welt schlägt.
🔥 Bleib immer auf dem Laufenden über die neuesten Krypto-News – folge uns auf X
Kurz zusammengefasst
- Nasdaq will gemeinsam mit Kraken Aktien in digitale Tokens umwandeln.
- Ziel ist es, den Handel zwischen Börsen und Blockchain-Netzwerken zu erleichtern. Der Start ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 geplant.
- Kraken erhielt kürzlich als erste Kryptobank direkten Zugang zum Zahlungssystem der US-Notenbank.
Eine 24/7-Aktienbörse wie im Kryptomarkt
Durch die Umwandlung von Aktien in digitale Tokens soll der Handel moderner und weltweit zugänglicher werden. Das langfristige Ziel ist ein Aktienmarkt, der – ähnlich wie der Kryptomarkt – 24 Stunden am Tag geöffnet ist, erklärten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.
Dies könnte den Kapitalfluss effizienter machen und beispielsweise Abstimmungen auf Hauptversammlungen vereinfachen.
Tal Cohen, Präsident von Nasdaq, erklärte:
„Tokenisierung hat das Potenzial, die Vorteile eines dauerhaft aktiven Finanzökosystems freizusetzen. Dadurch erhalten Investoren besseren Zugang zu Märkten, während Unternehmen einfacher mit ihren Aktionären kommunizieren können.“
Eine tokenisierte Aktie existiert direkt auf der Blockchain. Dadurch entstehen neue Möglichkeiten sowohl für Unternehmen als auch für Investoren. So könnten klassische Aktien künftig auch innerhalb des Kryptomarktes eine Rolle in verschiedenen Finanzdienstleistungen spielen.
Im Einklang mit den regulatorischen Vorgaben
Das Projekt entspricht den Vorgaben der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC). Die Übertragung eines Tokens gilt rechtlich als gleichwertig mit der Übertragung der zugrunde liegenden Aktie.
Die finanzielle Abwicklung erfolgt weiterhin über bestehende, regulierte Institutionen.
Die Wahl von Kraken als Partner ist dabei strategisch. Die Kryptobörse erhielt kürzlich als erste direkte Anbindung an das Zahlungssystem der US-Notenbank und stärkt damit ihre Position als ernstzunehmender Akteur im Finanzsystem.
Allerdings sorgte genau dieser Zugang für Kraken auch für deutliche Kritik aus Teilen der Finanzbranche.