Gino Presti Gino Presti
3 min. Lesedauer

Extreme Angst kann laut Experten für guten Kaufmoment sorgen

Krypto-Feierstimmung endet abrupt durch politische Unruhen

Foto: gguy / Shutterstock.com

Das Sentiment auf dem Kryptomarkt ist auf das Niveau extremer Angst abgesackt. Für viele Anleger fühlt sich das wie ein deutliches Alarmsignal an. Aber das Datenanalyseunternehmen Santiment betrachtet es mit einer anderen Brille.

Aus verschiedenen Daten geht hervor, dass der überwiegende Teil des Marktes derzeit ausgesprochen pessimistisch ist. Und genau dieses Muster kann laut Santiment den Boden für eine Erholung in der kommenden Periode bilden.

Banken wollen massiv in Krypto einsteigen, doch die Politik blockiert
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Extreme Angst als Signal für Krypto-Anleger

Santiment misst das Marktsentiment anhand unterschiedlicher Datenquellen, darunter soziale Medien, Handelsverhalten und Daten von Kryptonetzwerken. Derzeit weisen diese Signale deutlich in Richtung extreme Angst. Negative Erwartungen überwiegen und das Vertrauen vieler Anleger bröckelt ab.

 Den ganzen Monat Januar haben Kryptoanleger in extremer Angst gelebt. Quelle: alternative.me
Den ganzen Monat Januar haben Kryptoanleger in extremer Angst gelebt. Quelle: alternative.me

Dennoch muss das nicht unbedingt eine schlechte Nachricht sein:

„Historisch gesehen ist dieser extreme Abwärtstrend ein starker konträrer Indikator dafür, dass ein lokaler Boden nahe sein könnte“, stellt ein Santiment-Analyst fest.

Anders gesagt: Momente, in denen fast jeder bearish ist, erweisen sich im Nachhinein oft gerade als Wendepunkte.

Diese Idee ist als konträres Denken bekannt. Wenn die Mehrheit des Marktes in dieselbe Richtung schaut, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ein erheblicher Teil des Verkaufsdrucks bereits hinter uns liegt. Das kann Raum für Stabilisierung oder sogar eine Trendwende schaffen.

Amateure verkaufen, größere Parteien schauen zu

Die Daten zeigen, dass vor allem private Anleger es schwer haben. Negative Nachrichten in sozialen Medien nehmen zu und viele kleine Anleger steigen aus Positionen aus, aus Angst vor weiteren Rückgängen. Und das ist nicht verwunderlich: seit Ende Dezember wurden 69.000 Bitcoin mit Verlust verkauft, was die Düsternis verstärkt.

Laut Santiment gehen solche Phasen oft mit Akkumulation durch Langfristanleger einher. Sie nutzen Perioden der Angst, um Positionen aufzubauen, während das Sentiment noch tief im roten Bereich steht.

Das bedeutet nicht, dass eine Erholung direkt vor der Tür steht. Es deutet aber darauf hin, dass sich die Balance zwischen Käufern und Verkäufern langsam verschieben kann, sobald der Verkaufsdruck nachlässt.

Keine Garantie, aber ein wiederkehrendes Muster

Extreme Angst erhöht statistisch gesehen die Chance auf Erholung, sagt aber nichts über Timing oder Umfang aus. In früheren Marktzyklen folgte eine Erholung manchmal innerhalb von Wochen, aber manchmal auch erst nach Monaten.

Für Anleger ist Sentimentanalyse vor allem ein Hilfsmittel, um das größere Bild zu verstehen. Sie zeigt, wie sich Emotionen und Positionierung entwickeln, nicht wohin der Kurs morgen geht.

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Über den Autor:
Gino Presti

Gino Presti ist seit März 2024 bei Crypto Insiders. Seit 2017 ist er aktiv im Kryptowährungshandel und hat sich ein umfangreiches Wissen über den Kryptomarkt angeeignet. Ginos fundiertes Verständnis und seine Begeisterung für Kryptowährungen motivieren ihn, aktuelle Trends und Entwicklungen kontinuierlich zu verfolgen und sein Wissen mit einem breiteren internationalen Publikum zu teilen.

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