Krypto-Investor verliert 243 Millionen Euro durch raffinierten Betrug

2 Min. Lesedauer
17. Jan. 2026, 19:18

Ein aufsehenerregender Vorfall wurde gestern über das soziale Netzwerk X (ehemals Twitter) bekannt.

Der bekannte Blockchain-Analyst ZachXBT deckte einen massiven Kryptodiebstahl auf, der durch eine sogenannte Social-Engineering-Betrugsmasche ermöglicht wurde.

Die gestohlenen Kryptowährungen wurden längst über verschiedene Kanäle abgezogen – das Opfer bleibt mit einem enormen Verlust zurück.

282 Millionen US-Dollar in Krypto gestohlen

ZachXBT veröffentlichte auf X Details zu dem Fall: Ein bislang unbekannter Investor verlor Kryptowährungen im Gesamtwert von 282 Millionen US-Dollar (rund 243 Millionen Euro). Die Beute bestand hauptsächlich aus Litecoin (LTC) und Bitcoin (BTC).

Der Angreifer verschaffte sich Zugang durch eine klassische Social-Engineering-Methode: Dabei geben sich Betrüger auf sozialen Medien als attraktive Frauen aus, um über längere Gespräche eine emotionale Bindung zu potenziellen Opfern aufzubauen.

Sobald Vertrauen besteht, manipulieren sie ihre Opfer, sensible Daten oder Zugangsinformationen preiszugeben. Die Folge: erhebliche finanzielle Verluste.

Plattform feiert – trotz kriminellem Hintergrund

Die gestohlenen Coins wurden rasch über verschiedene Plattformen in Monero (XMR) umgetauscht – unter anderem über die dezentrale Börse THORChain. Infolge der Transaktionen stieg der Monero-Kurs stark an: von etwa 450 US-Dollar auf über 800 US-Dollar.

Een afbeelding van de monero (XMR) koers. Bron: Coingecko
Monero (XMR) Kursentwicklung – Quelle: Coingecko

THORChain veröffentlichte daraufhin auf X einen Beitrag, in dem man sich über die Abwicklung von mehr als 30 Millionen US-Dollar an Transaktionen freute.

Innerhalb der Krypto-Community sorgte dies für massive Kritik, nachdem bekannt wurde, dass ein Großteil dieser Aktivität mit dem Diebstahl in Verbindung stand. Kritiker warfen der Plattform vor, kriminelle Aktivitäten zu ermöglichen – oder sogar zu feiern.

Kryptodiebstähle: Ein wachsendes Problem

Der Vorfall verdeutlicht erneut die Risiken für Krypto-Investoren. Selbst vermeintlich sichere Wallets können durch Nachlässigkeit oder gezielte Manipulation kompromittiert werden. Der unsachgemäße Umgang mit vertraulichen Informationen kann verheerende Folgen haben.

Wie groß das Problem mittlerweile ist, zeigt auch eine aktuelle Analyse von Chainalysis: Für das Jahr 2025 (Anm.: wohl gemeint ist 2025 als Berichtsjahr für 2024) schätzt man die Gesamtsumme der durch Cyberkriminalität erbeuteten Kryptowerte auf ein neues Rekordhoch von 17 Milliarden US-Dollar.

Die Zahlen zeigen: Die Gefahr ist real – und sie wächst weiter.

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