Nutzer müssen künftig möglicherweise weniger XRP auf ihrem Konto halten, um das Netzwerk zu nutzen. Nicht alle halten das für eine gute Idee.
Ein Netzwerk-Validator warnt, dass eine weitere Senkung die Sicherheit des Netzwerks beeinträchtigen könnte. Dadurch ist unter XRP-Nutzern eine Diskussion entstanden.
Zusammengefasst
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Für ein Konto im XRP-Netzwerk ist derzeit mindestens 1 XRP erforderlich.
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Zum Start des Netzwerks waren dafür noch 1.000 XRP notwendig.
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Niedrigere Mindestbeträge machen das Netzwerk günstiger, könnten jedoch die Sicherheit beeinträchtigen.
XRP-Konto erfordert mindestens 1 XRP
Wer ein Konto im XRP Ledger nutzt, muss mindestens 1 XRP auf dem Konto hinterlegen. Das XRP Ledger ist das Blockchain-Netzwerk hinter XRP, über das digitale Vermögenswerte übertragen werden.
Dieser Betrag ist keine Transaktionsgebühr und bleibt Eigentum des Nutzers. Er kann jedoch nicht ausgegeben werden, solange das Konto aktiv ist.
Für jede zusätzliche Währung oder jedes digitale Sammlerstück – auch Non-Fungible Token (NFT) genannt – müssen weitere 0,2 XRP auf dem Konto verbleiben.
Eine niedrigere Mindestreserve macht die Nutzung des Netzwerks günstiger. Befürworter gehen davon aus, dass sich dadurch mehr Privatpersonen und Unternehmen für XRP entscheiden.
Betrag sank von 1.000 auf 1 XRP
Als das Netzwerk 2012 startete, betrug die Mindestreserve für ein neues Konto noch 1.000 XRP. Beim aktuellen Kurs von rund 0,99 Euro pro XRP entspräche das heute einem Wert von fast 1.000 Euro. Mitgründer Jed McCaleb senkte die Reserve später auf 200 XRP, was heute etwa 198 Euro entspricht.
Anschließend stimmten die Validatoren des Netzwerks mehrfach für weitere Senkungen. Dabei handelt es sich um unabhängige Teilnehmer, die Transaktionen validieren und über Änderungen am Netzwerk abstimmen. So wurde der erforderliche Betrag schließlich auf die heute geltende Mindestreserve von 1 XRP reduziert.

Hussein Zangana, online unter dem Namen „Vet“ bekannt, ist Direktor der XRP Ledger Foundation und einer dieser Validatoren. Frühere Senkungen unterstützte er, hält einen weiteren Schritt derzeit jedoch für zu riskant.
Sicherheit hat Vorrang
Zanganas Bedenken beziehen sich vor allem auf mögliche Angriffe auf das Netzwerk. Durch die Mindestreserve wird es deutlich teurer, große Mengen an Konten anzulegen. Ohne diesen Schutz könnten Angreifer das Netzwerk mit Konten überfluten und erhebliche Speicherkapazitäten beanspruchen.
Deshalb unterstützt Zangana eine weitere Senkung nur dann, wenn das bisherige Schutzniveau erhalten bleibt. Auch eine Erhöhung der Transaktionsgebühren lehnt er ab, um den Unterschied auszugleichen.
Vorerst bleibt die Mindestreserve daher bei 1 XRP. Eine weitere Senkung wird es erst geben, wenn genügend Validatoren überzeugt sind, dass das Netzwerk weiterhin ausreichend geschützt ist.






