Ripple gerät unter Druck, da Großbanken die Technologie selbst entwickeln

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Ripple gerät unter Druck, da Großbanken die Technologie selbst entwickeln
Foto: TechCrunch, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
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Blockchain war jahrelang vor allem das Terrain von Kryptounternehmen wie Ripple. Doch traditionelle Banken beginnen zunehmend, die Technologie selbst einzusetzen. HSBC und Standard Chartered haben kurz vor dem Wochenende bekannt gegeben, eine erste echte internationale Transaktion durchgeführt zu haben – über die neue Blockchain des Bankennetzwerks Swift.

Gerade internationale Zahlungen schneller und einfacher zu machen, gehört seit Jahren zu den wichtigsten Zielen von Ripple. Wenn Banken die Technologie nun selbst integrieren, entsteht dadurch neue Konkurrenz für Ripple.

Zusammengefasst:

  • HSBC und Standard Chartered haben als erste Banken eine echte Transaktion über die neue Blockchain-Technologie von Swift durchgeführt.

  • Swift will internationale Zahlungen damit langfristig rund um die Uhr ermöglichen.

  • Weitere fünfzehn Großbanken bereiten sich darauf vor, die Technologie ebenfalls zu nutzen.

  • Damit dringt Swift zunehmend in einen Bereich vor, in dem Ripple bereits seit Jahren aktiv ist.

Banken bringen Geld auf die Blockchain

Dabei geht es um sogenannte tokenisierte Bankeinlagen. Vereinfacht gesagt erstellten HSBC und Standard Chartered eine digitale Version von Guthaben auf ihren Konten, die anschließend mithilfe der Blockchain-Technologie zwischen den Banken verarbeitet werden konnte.

Swift fungierte dabei als verbindendes Element. Die neue Blockchain erfasste, welche Beträge sich die beiden Banken gegenseitig schuldeten, und sorgte dafür, dass diese miteinander verrechnet werden konnten. Die eigentliche abschließende Zahlung erfolgte vorerst weiterhin über die bestehenden Bankensysteme.

Es handelt sich also noch nicht um eine vollständig internationale Zahlung, die von Anfang bis Ende über eine Blockchain abgewickelt wird. Dennoch ist es ein wichtiger Schritt: Erstmals kommt die neue Technologie von Swift bei einer realen Transaktion zwischen zwei Banken zum Einsatz.

Warum das für Ripple wichtig ist

Hier kommt Ripple ins Spiel. Das US-amerikanische Kryptounternehmen versucht seit Jahren, dasselbe Problem zu lösen: Internationale Zahlungen sind häufig langsam, kompliziert und nur zu bestimmten Zeiten vollständig verfügbar.

Ripple setzt dafür auf Blockchain-Technologie und digitale Währungen wie XRP sowie den eigenen Stablecoin RLUSD. Nach Angaben von Ripple können grenzüberschreitende Zahlungen dadurch innerhalb weniger Sekunden abgewickelt werden.

Swift schlägt nun teilweise denselben Weg ein, besitzt dabei jedoch einen entscheidenden Vorteil: Banken arbeiten bereits weltweit in großem Umfang mit Swift. Sie müssen daher nicht vollständig auf ein neues Zahlungsnetzwerk umsteigen, um Blockchain-Technologie nutzen zu können. Damit könnte die Entwicklung zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für Ripple werden.

Das ist erst der Anfang

HSBC und Standard Chartered sind zudem nicht die einzigen Banken, die sich beteiligen. Insgesamt bereiten sich 17 Banken aus sechs Kontinenten darauf vor, reale Transaktionen über die Blockchain von Swift durchzuführen.

Swift will damit langfristig internationale Zahlungen ermöglichen, die rund um die Uhr abgewickelt werden können.

Das bedeutet nicht, dass Ripple oder XRP plötzlich außen vor sind. Ripple bietet weitere Möglichkeiten, darunter Zahlungen, bei denen digitale Währungen tatsächlich eingesetzt werden, um Werte zwischen unterschiedlichen Währungen zu übertragen.

Doch eines wird immer deutlicher: Blockchain ist längst nicht mehr nur eine Alternative zum traditionellen Bankensystem. Die Banken selbst beginnen nun ebenfalls, die Technologie immer stärker zu integrieren.

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