Foto: Koshiro K/Shutterstock
Der April verzeichnete die höchste Anzahl an Hacks aller Zeiten in der Kryptowelt. Nordkorea war vermutlich für den Großteil verantwortlich.
Ripple, das Unternehmen hinter der Kryptowährung XRP, scheint genug davon zu haben. Deshalb teilt das Unternehmen nun sensible Informationen über diese Hacker mit der gesamten Branche.
Damit soll eine neue Taktik gestoppt werden: Hacker zielen nicht mehr nur auf Softwarefehler ab, sondern auf den Menschen. Das Ziel? Von innen heraus zuschlagen.
Zusammengefasst
- Ripple wird Informationen über nordkoreanische Hacker über Crypto ISAC teilen.
- Diese neuen „Social-Engineering“-Angriffe kosteten die Branche im April bereits mehr als 500 Millionen Euro.
- Die Taktik: Hacker gewinnen über Monate hinweg das Vertrauen als Mitarbeiter, um anschließend von innen heraus zuzuschlagen.
Neue Methode: Hacker bewerben sich bei Krypto-Unternehmen
Nordkoreanische Hackergruppen, wie die berüchtigte Lazarus Group, schlagen einen neuen Weg ein.
Anstatt nach technischen Schwachstellen in Software zu suchen, richten sie sich nun auf den Menschen.
Sie nehmen beispielsweise eine falsche Identität an und bewerben sich auf Stellen bei Krypto-Unternehmen.
Einmal eingestellt, bauen die Hacker über Monate hinweg eine vertrauenswürdige Reputation auf.
Sobald sie genügend Vertrauen und Zugriff haben, installieren sie Schadsoftware und stehlen digitale Schlüssel des Unternehmens.
Diese Methode umgeht traditionelle Sicherheitsmaßnahmen, die vor allem auf technische Schwachstellen von außen ausgerichtet sind.
April mit den meisten Hacks aller Zeiten, doch Nordkorea bestreitet Vorwürfe
Dies führte im April zur höchsten Zahl an Hacks aller Zeiten und zum größten Diebstahl in diesem Jahr. Insgesamt wurden im April mehr als 500 Millionen Euro erbeutet.
Die beiden größten Angriffe, 230 Millionen Euro bei Drift und 250 Millionen Euro bei Kelp DAO, werden Nordkorea zugeschrieben.
Es handelte sich jedoch nicht um einen Softwarefehler. Die Angreifer verschafften sich Zugang durch „Social Engineering“, also die Manipulation von Mitarbeitern.
Die Vorgehensweise war so spezifisch, dass die Hacks direkt mit der berüchtigten Lazarus Group in Verbindung gebracht wurden.
Nordkorea bestritt erst gestern, über Jahre hinweg Milliarden aus der Branche gestohlen zu haben.
Ripple teilt Informationen über Hacker
Um dieser neuen Bedrohung zu begegnen, teilt Ripple seine internen Daten mit Wettbewerbern über Crypto ISAC, eine Informationsplattform für die Branche.
Die geteilten Informationen sind sehr konkret: darunter LinkedIn-Profile, E-Mail-Adressen und Wallets, die von den Hackern genutzt werden.
Laut Justine Bone, Direktorin von Crypto ISAC, war das Teilen von Informationen „viel zu lange optional“. Sie bezeichnet den neuen Ansatz als „Goldstandard für Sicherheit“.
Auch die große Kryptobörse Coinbase ist angeschlossen. „Wir sehen bereits, dass wir dadurch schneller auf Bedrohungen reagieren können“, sagt der Sicherheitschef des Unternehmens.
Ripple selbst fasst es so zusammen: „Die stärkste Verteidigung in der Kryptowelt ist eine gemeinsame Verteidigung. Ohne geteilte Informationen beginnt jedes Unternehmen wieder bei null.“
The strongest security posture in crypto is a shared one.
A threat actor who fails a background check at one company will apply to three more that same week. Without shared intelligence, every company starts from zero.
Ripple is now contributing exclusive DPRK threat… https://t.co/ZiXD25iOBx
— Ripple (@Ripple) May 4, 2026
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