Jan-Eric Stehr Jan-Eric Stehr
3 min. Lesedauer

Wie die USA Jagd auf die Krypto-Milliarden Irans machen

Bitcoin-BTC Tether-
icon-regulering
Regierung und …
Wie die USA Jagd auf die Krypto-Milliarden Irans machen

Foto: Steve Travelguide / Shutterstock.com

Iran verfügt laut den Vereinigten Staaten über Kryptowährungen im Wert von mehreren Milliarden Euro. Vor allem Stablecoins wie USDT spielen dabei eine zentrale Rolle. Erst kürzlich froren die USA bereits rund 293 Millionen Euro in USDT ein. Doch wie genau geht Washington dabei vor – und mit welchen Mitteln versucht die US-Regierung, Irans digitale Milliarden vollständig zu blockieren oder sogar zu beschlagnahmen?

Nordkorea hat im vergangenen Jahr Kryptowährungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro gehackt
Nordkorea hat im vergangenen Jahr Kryptowährungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro gehackt

Krypto auf Eis gelegt

Das iranische Regime hat in den vergangenen Jahren Milliardenbeträge in Kryptowährungen angehäuft, unter anderem durch Handel mit anderen Ländern zur Umgehung von Sanktionen. Zudem plant es offenbar, Öltanker, die die Straße von Hormus passieren wollen, mit einer Art Bitcoin-Maut zu belegen.

Viele Menschen glauben, die Vereinigten Staaten könnten einfach „die Blockchain abschalten“, um diese Kryptowährungen abzufangen. Aufgrund der dezentralen Struktur von Kryptowährungen ist das jedoch grundsätzlich unmöglich.

Eine Regierung kann schließlich auch nicht allein entscheiden, das gesamte Internet abzuschalten.

Die USA konzentrieren sich daher vor allem auf Bereiche mit zentraler Kontrolle: Stablecoin-Herausgeber, Kryptobörsen und Banken.

Ein gutes Beispiel ist USDT von Tether. Dabei handelt es sich um einen an den US-Dollar gekoppelten Stablecoin.

Obwohl USDT auf einer Blockchain läuft, besitzt Tether selbst erhebliche Kontrolle über die Währung. Das Unternehmen kann Wallets auf eine schwarze Liste setzen.

Nehmen wir an, Iran hält 1 Million USDT in einer Wallet. Sobald amerikanische Behörden diese Wallet-Adresse mit dem iranischen Regime oder der Umgehung von Sanktionen in Verbindung bringen, kann OFAC, die Sanktionsbehörde des US-Finanzministeriums, Tether auffordern, diese Wallet zu blockieren.

Genau das geschah kürzlich bei Wallets, die laut den USA mit der iranischen Zentralbank verbunden waren. Dabei wurden rund 293 Millionen Euro in USDT eingefroren.

Die Kryptowährungen bleiben technisch weiterhin auf der Blockchain sichtbar, doch Iran kann nichts mehr damit anfangen. Weder lassen sich die Gelder versenden noch verkaufen. Das Vermögen ist faktisch „eingeschlossen“.

Bitcoin deutlich schwieriger einzufrieren

Bei Bitcoin gestaltet sich das deutlich komplizierter. Angenommen, Iran besitzt Bitcoin im Wert von 500 Millionen Euro in einer eigenen Wallet, zu der nur sie selbst die Schlüssel haben. Dann können die USA diese Bitcoin nicht einfach einfrieren.

Bitcoin besitzt nämlich kein zentrales Unternehmen wie Tether, das Wallets blockieren kann. Dennoch versuchen Ermittlungsbehörden auch hier, Kontrolle zu erlangen.

Blockchain-Analysten verfolgen Transaktionen und kartieren Netzwerke von Wallets. Das ist möglich, weil sämtliche Bitcoin-Transaktionen dauerhaft auf der Blockchain gespeichert werden.

Sobald die Bitcoin letztlich an eine Kryptobörse gesendet werden, um verkauft zu werden, können amerikanische Behörden eingreifen. Die meisten Kryptobörsen weltweit müssen sich nämlich an internationale Sanktionsgesetze halten.

Darüber hinaus können die USA Druck auf Banken und Zahlungsdienstleister ausüben. Selbst wenn Iran Kryptowährungen besitzt, müssen diese oft irgendwann in Dollar, Euro oder Yuan umgewandelt werden, um internationalen Handel betreiben zu können. Wird dieser Zugang zum Finanzsystem abgeschnitten, verliert Krypto erheblich an Nutzen.

Der Kern der Sache ist also einfach: Die USA frieren Kryptowährungen nicht ein, indem sie die Blockchain selbst stoppen, sondern indem sie den Zugang zum Geld unmöglich machen. Vor allem Stablecoins wie USDT erweisen sich dadurch als wirkungsvolles Ziel im wirtschaftlichen Kampf gegen Iran.

Bitcoin feiert: Alle Deutschen bekommen 10 € Krypto geschenkt

Millionen europäische Anleger nutzen Bitvavo für den Handel mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Neugierig, warum? Neue Nutzer erhalten aktuell 10 € Krypto nach Wahl, um direkt loszulegen. Keine versteckten Bedingungen – einfach ausprobieren.

Registriere dich noch heute und erhalte direkt 10 € Krypto deiner Wahl. Die Kontoeröffnung ist kostenlos und dauert weniger als eine Minute.

👀 Ansehen & sichern
Diesen Artikel teilen
  • Share on Twitter
  • Share on Telegram
  • Share on Facebook
Autor:
Über den Autor:
Jan-Eric Stehr

Jan-Eric Stehr ist seit August 2023 Chief Editor bei Crypto Insiders. Davor übersetzte und lokalisierte er die Website ins Deutsche. Mit seinem Ingenieursabschluss (B.Sc.) in Prozessmanagement/Maschinenbau und beruflicher Erfahrung im Consulting, unterstützt er Unternehmen beim Einstieg in den deutschen Markt. Seine Leidenschaft für Kryptowährungen fand er 2020, als er in sie investierte, und durch seine freiberufliche Tätigkeit vertiefte er sich weiter in dieses Thema.

Gerade eingetroffen
Trending
XRP Prognose bis 2040: Warum für mich sogar 100 Euro möglich sind
XRP Prognose bis 2040: Warum für mich sogar 100 Euro möglich sind
  • 17/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Bekanntes Bitcoin-Muster sagt Ende des Bärenmarkts für dieses Datum voraus
Bekanntes Bitcoin-Muster sagt Ende des Bärenmarkts für dieses Datum voraus
  • 23/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
In diese Kryptounternehmen investiert Trump im Jahr 2026
In diese Kryptounternehmen investiert Trump im Jahr 2026
  • 17/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
XRP durch Quantencomputer bedroht: Ripple startet Zusammenarbeit für Lösung
XRP durch Quantencomputer bedroht: Ripple startet Zusammenarbeit für Lösung
  • 20/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Jeden Monat Bitcoin kaufen: Lohnt sich das 2026 überhaupt noch?
Jeden Monat Bitcoin kaufen: Lohnt sich das 2026 überhaupt noch?
  • 20/05/2026
  • 3 Min. Lesedauer

Trending Altcoin Nachrichten

Kryptowährung NEAR schießt um 20 Prozent nach oben – bekannter Analyst sieht keinen Grund zu verkaufen
Kryptowährung NEAR schießt um 20 Prozent nach oben – bekannter Analyst sieht keinen Grund zu verkaufen
  • 22/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Mit Dogecoin im Supermarkt bezahlen dank neuer Debitkarte von Revolut
Mit Dogecoin im Supermarkt bezahlen dank neuer Debitkarte von Revolut
  • 19/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer
Kryptowährung Zcash steigt stark: KI sieht Top-10-Platzierung bis 2026
Kryptowährung Zcash steigt stark: KI sieht Top-10-Platzierung bis 2026
  • 22/05/2026
  • 2 Min. Lesedauer

Wissensbasis

Wissensbasis

Wissensbasis