Warum morgen für Bitcoin und die Finanzmärkte unruhig werden könnte

2 Min. Lesedauer
01. Juli 2026, 20:05
Warum morgen für Bitcoin und die Finanzmärkte unruhig werden könnte
Foto: Dogora Sun/Shutterstock

Morgen steht ein wichtiger Termin für viele Krypto-Anleger an.

Da der Independence Day in diesem Jahr auf einen Samstag fällt, bleiben viele US-Institutionen bereits am Freitag geschlossen. Deshalb werden die wichtigsten Arbeitsmarktdaten dieses Monats schon am Donnerstag veröffentlicht.

Für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt könnte das einen volatilen Handelstag bedeuten.

Zusammengefasst

  • Die USA veröffentlichen morgen wichtige Arbeitsmarktdaten sowie die offizielle Arbeitslosenquote für den Monat Juni.

  • Auch die Eurozone veröffentlicht morgen aktuelle Zahlen zur Lage am europäischen Arbeitsmarkt.

  • Die Ergebnisse beeinflussen die Zinspolitik der Zentralbanken und können dadurch erhebliche Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs haben.

„Super Thursday“ am Arbeitsmarkt

Im Mittelpunkt steht morgen vor allem der US-Arbeitsmarktbericht. Aufgrund des langen Independence-Day-Wochenendes erscheint dieser bereits am Donnerstag.

Der monatliche Arbeitsmarktbericht wird morgen um 14:30 Uhr deutscher Zeit vom US Bureau of Labor Statistics (BLS) veröffentlicht.

Die wichtigsten Kennzahlen sind die Non-Farm Payrolls, also die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, sowie die Unemployment Rate, also die Arbeitslosenquote.

Der Bericht zeigt, wie viele neue Arbeitsplätze im Juni geschaffen wurden und wie hoch die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten ist.

Während der Fokus auf den USA liegt, veröffentlicht auch die Eurozone morgen ihre aktuellen Arbeitslosenzahlen.

Erwartungen und mögliche Marktreaktionen

Ökonomen rechnen morgen mit einer deutlichen Abkühlung des US-Arbeitsmarktes. Laut MarketWatch wird erwartet, dass im Juni 107.000 neue Stellen geschaffen wurden.

Zudem dürfte die Arbeitslosenquote leicht auf 4,4 Prozent steigen. Zum Vergleich: Im Mai kamen laut der US-Regierung noch 172.000 neue Stellen hinzu, während die Arbeitslosenquote bei 4,3 Prozent verharrte.

Für die Märkte ist vor allem entscheidend, wie stark diese Abkühlung tatsächlich ausfällt. Bleibt das Beschäftigungswachstum höher als erwartet und steigt die Arbeitslosigkeit nicht an, würde das auf einen weiterhin robusten Arbeitsmarkt hindeuten.

Was bedeutet das für den Bitcoin-Kurs?

Das klingt zunächst positiv, könnte Anleger jedoch enttäuschen. Ein starker Arbeitsmarkt gibt der US-Notenbank Federal Reserve nämlich weniger Spielraum, die Leitzinsen kurzfristig zu senken.

Fällt der Bericht dagegen schwächer aus – etwa mit deutlich weniger neu geschaffenen Arbeitsplätzen oder einer höheren Arbeitslosenquote –, könnten die Erwartungen an Zinssenkungen zunehmen.

Das ist häufig positiv für risikoreiche Anlageklassen wie Kryptowährungen, da niedrigere Zinsen Investoren eher in Aktien, Bitcoin und andere risikoreiche Vermögenswerte treiben.

Bitcoin reagiert in letzter Zeit besonders empfindlich auf makroökonomische Daten aus den Vereinigten Staaten. Für den Kryptomarkt wird der Arbeitsmarktbericht daher vor allem zu einem Test für die Zinserwartungen.

Ein schwächer als erwarteter Bericht könnte den Bitcoin-Kurs stützen, während ein stärkerer Bericht Druck auf Bitcoin ausüben und gleichzeitig den US-Dollar stärken könnte. Deshalb könnte es morgen Nachmittag an den Kryptomärkten unruhig werden.

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